„Nimm mit. Kannst du ja alles bei ebay verkaufen.“ Im stehe im Keller meiner Eltern, packe alte Radios und Kassettenrecorder in einen Korb. Darunter der Radiorecorder, den ich zur Kommunion geschenkt bekommen habe. Und ein tragbarer Farbfernseher, der lange Zeit im elterlichen Schlafzimmer stand. Wenn sich für die Geräte überhaupt noch jemand bei ebay interessiert, dann aus reiner Sammlerleidenschaft. Das TV-Gerät weckt die meine. weiterlesen… »
Kategorie: Familie
2008 11 Mai
Uroma und die Trinkente
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Erinnerungsfetzen aus der Kindheit in den siebziger Jahren: Im Kurort Bad Wörishofen lebt die Oma meiner Oma in ihrem kleinen Zimmer im Kurhotel Salzgeber, wo sie versorgt wird. Uroma macht immer gern ein paar Mark für den Urenkel locker, der damit schnell ins kleine Paradies um die Ecke flitzt. Dieser Kinderhimmel auf Erden hat den Namen „Schnegg“ und ist ein Spielzeugladen. Von dort muss auch die Trinkente gekommen sein, die auf der Fensterbank des Kinderzimmers in Bottrop ihren festen Platz fand. Immer in meinem Blickfeld, da ich die Bewegungen dieses Vogels aus Glas so faszinierend fand. weiterlesen… »
Texte von Songs in Blogs finde ich ja eigentlich doof, aber heute passt es einfach: „Dark Road“, die neue Single von Annie Lennox. Gewidmet M., mit dem ich heute vor genau fünf Jahren zum Standesamt gegangen bin … weiterlesen… »
2007 2 Jan
Was von 2006 übrig blieb …
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Die Erkenntnis, dass es viel schöner ist, zu Weihnachten von den Geschäftskunden Kuchen statt Karten geschickt zu bekommen. Vorbildlich war da gay-parship.de, die uns eine leckere Schokotorte geschickt haben. Mehr davon bitte im Dezember 2007!
Die Tatsache das 2006 mein persönliches Krisen- und Katastrophenjahr war. Das aber – wie Mutti in ihrem Neujahrstelefonat sagte – es jetzt nicht noch schlimmer kommen kann. Der Meinung bin ich allerdings auch, schließlich bin ich Anhänger einer optimistischen Lebenshaltung.
Ein kleines Herz auf dem Badezimmerspiegel, das man nur sieht, wenn nach dem Duschen das Glas beschlagen ist. Das ist zwar nicht viel, was da zurück bleibt von den schönen Tage zwischen den Jahren. Aber es ist doch auf jeden Fall ein guter Start für 2007 …
Keine andere TV-Serie hat mich zuvor so oft emotional berührt wie Six Feet Under, erneut gestern Abend. Nicht nur, dass sich der offen schwule Erfinder und Regisseur Alan Ball (American Beauty) mit düsterem Humor darüber lustig macht, auf wie banale oder absurde Weise Menschen ihr Leben verlieren. Viele Episoden tragen auch jede Menge Wahrheiten über das Leben in sich. So auch bei der ersten Folge der vierten Staffel. Die Botschaft darin: Nicht der Tod an sich ist es, wovor man sich fürchtet. Man fürchtet den Verlust, das allein gelassen sein, die Rolle des Hinterbliebenen, die man wieder Willen plötzlich einnimmt. Als Birgit sich damals vom Hochhaus stürzte, habe ich ihre Entscheidung zum Selbstmord irgendwie nachvollziehen können. Aus ihrer Sicht, so vermute ich, war ein Leben als psychisch Kranke ohne Perspektive. Meine Tante ist am Tod ihrer Tochter beinahe zerbrochen. Als ich Micha vor einem Jahr beinahe verloren hätte, war der Schock groß und der Dämon, der mir in den ersten Monaten danach arg zusetzte, hieß Verlustangst. Gestern Nacht war mir die Szene aus Wien wieder präsent. Wie gut tat die Umarmung, mit der Micha mich empfing, als ich zu ihm ins Bett kletterte…

Am 13. März 1910, im Alter von 21 Jahren, erhielt mein Urgroßvater Gottlieb Wissmiller von der Ortspolizeibehörde Bad Wörishofen im Königreich Bayern die Radfahrkarte mit der Nummer 268. Jeder, der sich ein zweirädriges Vehikel zulegen wollte, musste diesen Fahrrad-Führerschein beantragen und ständig mit sich führen. "Sein Vater hätte ihn erschlagen, hätte der gewusst, dass der Sohn sich ein Fahrrad angeschafft hat", berichtet meine Oma. Teure und moderne Fortbewegungsmittel waren bei den Bauern, die wenig hatten, nicht wohl gelitten… weiterlesen… »
