Etwas befremdlich ist es schon, wenn man die Aids-Hysterie der 80er noch im Kopf hat, und jetzt durch die Messehallen latscht, in denen es heftiger abgeht als bei der CeBit. Die Schnäppchenjäger sind unterwegs. Überall gibt es Kondome, Kugelschreiber, Blöcke und Stadtführer abzustauben. In langen Reihen steht man beim Pharmakonzern X an, um den guten frisch gebrühten Kaffe zu bekommen, beim Medizingiganten Y gibt es die geile blaue Umhängetasche. Taschen sind überhaupt der Renner, bei der Ayudha-Bank gibt es sie in gelb, wenn man dort Geld tauscht, beim Ministerium für öffentliche Gesundheit (MOPH) gibt es gar einen kleinen Koffer-Trolley, wenn man dort eine unsinnige Umfrage ausfällt. Und beim Pillendreher Z wird auf Plasmabildschirmen ein lustiges Wissensquiz durchgeführt: "Für welche Bevölkerungsgruppe meinte die Stadt San Francisco im Jahre 1986 Entwarnung in Sachen Ansteckungsrisiko mit HIV geben zu können? A.) Homosexuelle oder B.) Heterosexuelle?" Die Antwort ist richtig? Dann gibt es lustige Puppen mit lauter bunten lustigen Strick-Bommeln, die aussehen, wie lustige HI-Viren. Übrigens: Unter allen, die mir den Namen der thailändischen Senatorin Rabiebrat Ponopanit (Foto) mit der richtigen Betonung aussprechen können, verlose ich eine praktische Einkaufstasche mit Rei?verschluss vom MOPH …
