Mitten in der Nacht beginnen plötzlich die Hunde mit steinerweichenden Gejaule. In der Ecke, in der Jay wohnt gibt es erschreckend viele Hunde, wie man jetzt problemlos feststellen kann. 20, 30 Tölen sind es bestimmt, die da in das minutenlange Konzert einstimmen. "Was ist denn da los?" frage ich verschlafen. "Manchmal laufen nachts die Geister der Verstorbenen durch die Straßen", lautet Jays nüchterne wie verblüffende Erklärung. "Die Hunde spüren die Anwesenheit der Toten." Für einen ganz klitzekleinen Moment fürchte ich mich gemeinsam mit den Tieren …
