
{{popup schwul.jpg schwul 1181×795}}Klick für große Ansicht
So etwas findet man, wenn man Bilder bei Google mit dem Stichwort “schwul” sucht.
Archiv: August 2004
2004 16 Aug
Homedrinking is killing Gastwirt
Abgelegt unter: Schwul | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Wirt vom Barflo will mir ganz offensichtlich mitteilen, dass ich nicht genug saufe in seinem Laden, oder warum muss ich beim Pinkeln dieses doofe Plakat von der Firma „Extreme T-Shirting“ lesen? Darauf feilgeboten wird ein T-Shirt, dass ich gefälligst für schlappe 15,90 Euro kaufen soll, um meinen „Kneipenwirt zu unterstützen“. In Anlehnung an die Anti-Raubkopienkampagne „Copy kills Music“ wird dort dumm-denglisch gekalauert: „Homedrinking is killing Gastwirt“. Für 15,90 bekomme ich schon ein paar gepflegte Biere für daheim.
2004 12 Aug
freiheitstattvollbeschaeftigung
Abgelegt unter: Schwul | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
Ein sinnvoller Beitrag zum Thema Grundsicherung als wohltuender Kontrast zum derzeitigen schrillen Hartz IV-Geklingel findet sich hier.

Chi Chi la Rue, die bekannte Transe im US-Porno-Biz, bringt einige gute Produktionen auf den Markt, und manchmal erlebt man dabei sogar noch Überraschungen. Während die Darsteller in den meisten Streifen schwer angestrengte Gesichter machen, röhren wie angeschossene Hirsche oder aber schwer gelangweilt drein schauen, gibt es im Film „Starting Young“ diesen Trent Austin (Foto), der während seines akrobatischen Einsatzes permanent fröhlich lächelt, seinen Mitspieler angrinst und überhaupt sehr entspannt dabei wirkt. Ich nehme ihm ab, dass er Spaß hat, und das macht die Szene wirklich geil.

Was wir bei unserer Verpartnerung vor dem Standesamt im September 2002 aus individualistischer Haltung noch abgelehnt hatten, das ändert unsere Krankenkasse mal eben eigenmächtig. Die Angabe, dass wir eine Eingetragene Lebenspartnerschaft führen, genügt der mh-plus, um auf der neuen Versichertenkarte aus Michael Schulze einen Michael Scheuss zu machen. Ich meine, mir ist es ja wurscht, so lange ich nicht Christian Schulze heißen muss. Die neue korrigierte Krankenkassenkarte für Micha ist bereits beantragt.

Er fiel gleich auf unter all den Normalos, die auf den Flieger nach Berlin warteten: Zu großes, rot leuchtendes T-Shirt mit irgendeinem verwaschenen Logo, überdimensionale Kopfhörer auf dem kurzgeschorenen Schädel. Überraschung an Bord: Wir sitzen in einer Reihe. Während der Kapitän in sein Mikro nuschelt, tippt er mich an: „Entschuldigung, wo geht dieser Flug hin?“ „Äh, na ja, nach Berlin halt.“ Ich schaue ihn irritiert an. „Ah gut, ich hatte grad verstanden, wir fliegen nach Belgien.“
Kurz vor Berlin geht das Gespräch weiter. Rapper ist er, hat mit 14 angefangen, jetzt ist er 17 und macht mit bei Aggro, ein Label für deutsche Rapper. Er singt Texte über Leute, die mit einem Fernglas in anderer Leute Fenster schauen und da Goldbarren auf Tischen liegen sehen, oder so ähnlich. Vielleicht hätte ich ja schon mal “Sido” bei MTV oder VIVA gesehen. Jetzt käme er gerade aus Düren von seiner Oma. “In Düren ist die Auswahl an Mädels nicht so groß, da hat Berlin eindeutig die bessere Auswahl”, betont er. Bei dem Thema ziehe ich es vor, zu schweigen. Dann will er wissen, was ich in Berlin wolle, ich erzähle es ihm. “Und in Köln? Frau, Kinder?” “Nee, Freund!” antworte ich. “Schwul?” “Ja”. Jetzt ist er es, der verstummt. Macht aber nix, denn der Flieger landet auch schon. “Gib mir mal ein Interview, wenn Du berühmt bist”, verabschiede ich ihn lachend. Eigentlich ist das aber eine ziemlich gehässige Bemerkung…
Gerade mal bei Aggro recherchiert: Der Star dort ist der Rapper Sido, der sich auch gern den Titel “Arschfickmann” gibt. Hier der dazugehörige Text:

D2/Vodafone ist hierzulande bekannt für eine konservative Vermarktung und ein muffiges Firmeniamge, mit Schwulen wollte das Mobilfunkunternehmen bislang nichts direkt zu tun haben. Erstaunlich, dass die schwedische Abteilung da viel offener ist und auf dem CSD in Stockholm Kondome mit anzüglicher Verpackung verteilt…
2004 2 Aug
“Schwulsein ist ein Nebenfach der Liebe”
Abgelegt unter: Schwul | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

{{popup wagner_gross.jpg wagner_gross 477×519}}klicken, um zu lesen
Die BILD-Zeitung füllt das Sommerloch in rosa. Nach der besorgten Frage „wie schwul ist Deutschland?“ auf Seite 1 am 22. Juli alarmiert das Blatt heute nun wieder in altrosa Lettern. Politiker forderten mehr „Homo-Kunde“ an den Schulen. Nach dem Coming Out von Guido Westerwelle sei die „Diskussion über die Situation von Homosexuellen in Deutschland voll entbrannt“, weiß BILD aus schwul unterrichteten Kreisen. Mit dabei auch Hetero-Kolumnist F.J Wagner (Gunther Gabriels jüngerer Bruder?), der sich durch das Thema schwurbelt. „Schwulsein ist ein Nebenfach der Liebe“ dichtet Klein-Gunther, und fordert das Fach Liebe und Treue. Norberts passender Kommentar dazu heute in der Redaktion: „stöhn“…

Gestern im Bonusmaterial der DVD „Yossi & Jagger“ einen wundervollen kleinen Kurzfilm von Regisseur Oded Lotan gefunden. In „Operation YY“ (Foto) wird die Geschichte eines 22-Jährigen erzählt, der über den Internet-Chat ständig mehrere Verabredungen mit Männern trifft, die er selber aber nicht einhält. Stattdessen beobachtet er, wie seine Blind dates aufeinander treffen und miteinander fortgehen. Der voyeuristische Kuppler macht dies, weil er eigentlich einen anderen Mann liebt, der aber verheiratet ist und von ihm Nichts wissen will.
Im Abspann des Films lausche ich dann Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt. „Misere“ ist ein Gänsehaut erzeugendes, todtrauriges, machtvolles wie meditatives Stück aus dem Jahre 1989, dass ich mir gerade anhöre. Gut, dass die Sonne scheint und mein Gemüt auch ansonsten sonnig ist, sonst würde ich jetzt glatt in Depressionen stürzen…
