
Ich bin ein elender Schlüsselvergesser. Jemand, der seine Pfortenöffner irgendwo liegen lässt, aus Unachtsamkeit, aus Sorglosigkeit. Komischerweise aber immer nur, wenn Micha gerade mal nicht da ist. Wenn das Liegenlassen also so richtig dämlich ist. Am Dienstag ist es mir wieder passiert. Um kurz vor sechs verlasse ich das Büro, wandere noch zur Post, steige in die Linie 12. Verlasse sie extra eine Station früher, weil ich noch zur griechischen Pommesbude will, eine fette Portion Gyros-Pommes bestellen. Laufe rüber zum Pennymarkt, weil das Bier zuhause alle ist. Kurz vor der Haustüre merke ich, dass der Schlüsselbund nicht in der Hose steckt. Toll, mein Magen knurrt, ich bin bepackt mit einer Tüte voll Billigbier sowie einer dampfenden Knoblauchbombe, und kann jetzt wieder zurück in die Innenstadt…
