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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: Oktober 2004

bueckdich (8k image)
Auch bei Amazon ist man offensichtlich der Meinung dass Fremdgehen glücklich macht. Wie sonst lässt sich erklären, dass der Online-Buchshop empfiehlt, neben unserem Fremdgeh-Lesebuch gleich auch noch das Buch „Bück Dich“ über den gelungenen Analverkehr mit zu kaufen?

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2004 31 Okt

Zitierfähig

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revue (7k image)
In den USA, wo das Bloggen viel weiter verbreitet ist als hierzulande, beschwören manche Hardcore-Blogger bereits das Ende des klassischen Journalismus. Weblogs seien schneller, unabhängiger und präziser. Aus der Haltung spricht viel Idealismus, den ich nicht teile. Das Weblogs aber schon mal zitierfähig sind, das konnte ich jetzt selbst erleben. Die Stadtrevue berichtet in ihrer Novemberausgabe über die Abwehrschlacht des Verlagshauses Neven duMont gegenüber dem neuen Tabloid-Blatt „Welt Kompakt“, dass seit ein paar Wochen in Köln erhältlich ist. DuMont hält mit „Köln Direkt“ dagegen. Stadtrevue-Autor Jan Lingemann orientiert sich in seinem Text streckenweise an meinem Weblog-Eintrag vom 1.10. und zitiert auch daraus. Schade nur, dass er seine Quelle nicht genannt hat… :)

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Meine Karriere als Coverboy währte glücklicherweise nur eine Ausgabe lang. Und gottlob beschränkte sich die Verbreitung der Rosa Zone mit ihren 3.000 verteilten Exemplaren nur auf das Ruhrgebiet. Somit konnte sich nur ein kleiner Kreis homophiler Szenegänger am Trashcover der Ausgabe vom Januar 1992 ergötzen. Nicht, dass dieses Motiv etwas Besonderes gewesen wäre, ein Merkmal der Rosa Zone waren die mitunter sehr gruseligen Titel. Peinlich ist mir heute nur, dass ich mich freiwillig und mit Freuden in dieser albernen Pose und in diesem unmöglichen Aufzug darzustellen wagte. Der doofe Jockstrap, dieser gammelige Frack und diese hochnotpeinliche aufblasbare Torte!
Dinge, die mir peinlich sind, Teil 1

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2004 27 Okt

BILDblog Dir Deine Meinung!

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bildblog (9k image)
„Was heute in der Bild-Zeitung steht, steht morgen überall. Vielleicht sollte man sich also mal genauer anschauen, was sie schreibt.“ Die Macher des BILDblog haben nicht Unrecht. Täglich finden sie die kleinen Merkwürdigkeiten und oft genug auch schlimme Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte und den Pressecodex. Mit beißender Ironie legen sie die Finger in die publizistischen Wunden und machen sich lustig über schlechte Recherchen und Bildungslücken der Bild-Redakteure. Das Boulevardblatt hatte mit den Enthüllungen des Journalisten Günther Wallraff im 1977 erschienen Buch „Der Aufmacher“ einen enormen Imageverlust. Das ist inzwischen Geschichte. Doch die Methoden der Verdrehung von Tatsachen, damit sie reißerische Headlines hergeben, scheinen sich nicht geändert zu haben. BILDblog ist das Hobby mehrerer Journalisten, bei dem jeder mitmachen kann, indem er seine Fundstellen schickt. Die tägliche Lektüre empfehle ich hiermit jedem.

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2004 25 Okt

Knoppers statt Poppers

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knoppers (36k image)
Morgens um halb zehn in Deutschland sind die Augen der c’t-Redakteure nicht mehr die Besten, vor allem, wenn man schon viele Tage lang redigiert und layoutet hat, oder so ähnlich. Hatte ich doch auf meine Entdeckung in der Computerzeitschrift hin mal neugierig in der Redaktion angefragt, wie es denn die in der schwulen Szene so beliebte Schnüffeldroge Poppers in das Magazin geschafft hat. Gerade kam des Rätsels Lösung von c’t-Redakteur Andreas Stiller: „Ja das sind meine schlechten Augen – man wird halt alt. Die kleinen Frühstücksleckerli vor dem Monitor heißen Knoppers …“

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hollinghurst (9k image)
Die Verleihung des renommierten Booker Literaturpreis an den schwulen Schriftsteller Alan Hollinghurst war der Tageszeitung „Die Welt“ am 21.10. einen Kommentar auf Seite 1 wert. „Homosexualität mag kein Skandal mehr sein, ein Grund zum Feiern ist sie aber auch nicht“, mutmaßt darin Mariam Lau (In der Onlineausgabe heißt der Kommentator verwirrenderweise plötzlich Marco Dalan). Diese Einschätzung zum Einstieg, liebe Kollegin, ist falsch. Hier und da ist „sie“ leider immer noch ein Skandal und jedes gelungene Coming out ist ein trefflicher Grund zum Feiern. Dem Lob über Hollinghursts literarische Leistung folgen zum Ausstieg verblüffende Gedankengänge von Mariam Lau: „Es ist kein Zufall, dass Homosexualität einem im Augenblick vor allem im Zusammenhang mit Themen wie Ehe, Adoption und Familie begegnet: Die Schwulen haben in den achtziger Jahren mit Aids und Dark Rooms eine Lektion in Sachen Treue und gegenseitige Verantwortung gelernt, um die sie viele Heterosexuellen (sic) mit ihren Scheidungsraten und Geburtenrückgängen entschieden beneiden können.“
Also: Die Schwulen sind inzwischen die besseren Heterosexuellen, weil ihre Scheidungsraten nicht so hoch und bei ihnen keine Geburtenrückgänge zu verzeichnen sind. Und die Schwulen haben eine Lektion gelernt (etwa eine, die – liebe Frau Lau – die Schwulen ihrer Meinung nach verdient haben?), die ihnen „mit Aids“ und den mindestens genauso schrecklichen „Dark Rooms“ erteilt wurde. Umkehrschluss: Hätte es Aids und die Darkrooms nicht gegeben, wären wir immer noch untreue, verantwortungslose Homosexuelle, deren So-Sein noch heute ein Skandal wäre.
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2004 19 Okt

Ich und mein Showmaster

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showmaster (30k image)
Hurra, ich habe beim Orion-Gewinnspiel gewonnen! Der Erotikversender beschenkte mich gestern mit einer schlabbrigen Schlafanzughose, der Peniscreme XXL und dem Slip „Showmaster“. Die zu lange Hose ist ja irgendwie okay zum Rumgammeln daheim. Die Creme ist eine Mogelpackung, denn darin ist eigentlich nur eine Massagecreme mit Jojoba-Öl, durch die nix XXL werden kann, was nicht schon XXL ist. Schade aber auch. Und die Showmaster-Unterbuchse? Laut Orion-Werbetext ist es etwas für „für zeigefreudige Boys! String mit zwei entsprechend engen Öffnungen, die Penis und Hoden erregend hervorheben – geiles Trage-Feeling!“
Der Selbstversuch beweist: Es sieht wirklich so dämlich aus, wie auf dem nebenstehendem Katalogfoto, jede Zeigefreudigkeit erlischt, wenn das löchrige Höschen nur Lachanfälle beim Freund erzeugt. Und von wegen erregend! Kalt weht es einem ums Gemächt und wie bei allen Strings rutscht auch hier der schmale Stoff störend in die Pospalte.

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baum (39k image)
Kryptische Meldungen an Kölns Bäumen. „Diese Bäume für Kölns Papier?“ fragt drohend das Flugblatt. „Circa 1.000 Bäume verwenden die Kölner täglich für Papier“, wird weiter gewarnt. Ich bin verwundert. Denn ich habe bislang noch keinen einzigen Kölner mit einem Baum unter dem Arm herumlaufen sehen, den er für sein Papier verwendet. Überhaupt, wie verwendet denn der Kölner seinen Baum für sein Papier? Wickelt er ihn ein? Steckt er ihn in den Papierkorb? Bei einer Million Einwohnern kommen mir tausend täglich eingewickelte Bäume am Tag nicht viel vor, andererseits lassen sich so viele verwendete Bäume auch nicht in dieser kleinen Stadt verstecken. Dennoch sehe ich niemanden mit einem Baum herumfuhrwerken. Wie dem auch sei, das Flugblatt empfiehlt, statt Bäumen lieber Recyclingpapier zu verwenden, das sei umweltfreundlicher. Na da bin ich aber froh. Vor allem darüber, dass die Flugblätter an den tausend Bäumen rund um die Uni und das Arbeitsamt mit total umweltfreundlicher Absperrbandfolie angebracht wurde.

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2004 16 Okt

Klappzahlenwecker

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saba (10k image)
Mein erster eigener elektronischer Wecker war von Braun. So ein flaches schwarzes Gerät mit Rollzahlen, die sich gemächlich durch das orange glimmende Fenster schoben. Den habe ich zu meiner Kommunion bekommen, das muss im Jahr 1975 gewesen sein. Ich mochte diese rechteckige Plastikkiste mit den runden Ecken, deren Motor in der Nacht leise vor sich hinsurrte, die aber leider morgens einen schrecklichen Summton von sich gab. Noch viel lieber mochte ich aber den Klappzahlenwecker, den meine Mutter neben ihrem Bett stehen hatte…

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2004 15 Okt

Good bye Janet Leigh

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janet (9k image)
Die Gute ist zwar schon vor ein paar Tagen von diesem Planeten entschwunden (gestorben am 4.10. im Alter von 77 Jahren), aber dann fand ich dieses wunderbare Foto von ihr. Deshalb noch mal eine späte Respektbezeugung vor der Schauspielerin, die in mehr als 50 Filmen mitwirkte, aber mir eigentlich nur durch „Psycho“ und „The Fog“ im Gedächtnis blieb. Die berühmte Psycho-Duscherin habe sich – so geht die Legende – nach den siebentägigen Dreharbeiten im Badezimmer von Bates Motel nie wieder unter eine Brause gestellt. Für dieses Foto hat sie zumindest noch mal einen Duschvorhang in die Hand genommen.

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