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Archiv: Donnerstag, 6. Januar 2005

2005 6 Jan

Der Vorratskalkulator

Abgelegt unter: Schwul | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

notvorrat (13k image)
In diesen Zeiten der Tsunamis, Wirbelstürme, Kriege, 16-Millionen-Lotto-Jackpots und sonstiger Katastrophen muss man sich ja so seine Gedanken machen über die eigenen Risiken. Und wie man das nächste mögliche Unglück in Köln-Zollstock überlebt. Wie gut, dass es Renate Künast gibt. Die Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sorgt sich nämlich mit mir um mich und gibt mir einen heißen Tipp, wie ich es am besten packe. Vorräte schaffen, ist ihre Losung. Renate scheint unseren Kühlschrank gut zu kennen, der notorisch leer ist. Sie warnt deshalb eindringlich auf ihrer Webseite ernaehrungsvorsorge.de: „Dabei gibt es neben einem zum Glück heutzutage bei uns sehr unwahrscheinlichen Kriegsszenario zahlreiche friedenszeitliche Krisensituationen, die zu einer Verknappung von Lebensmitteln und damit zu Versorgungsengpässen führen können. Hierzu zählen z.B. Naturkatastrophen (z.B. Hochwasser), Tierseuchen (z.B. MKS) oder schwere Unglücksfälle in großtechnischen Anlagen (z.B. Kernreaktorunfälle).“
Damit uns der Magen nicht knurrt, während wir daheim die Folgen des kommenden Kernreaktorunfalls abwarten, gibt es einen „Vorratskalkulator“. Der spuckt – „clever kalkuliert“ – für zwei Männer im Alter zwischen 25 und 50 folgende, etwas ratlos machende Liste aus:
Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln: 10,8 kg
Gemüse, Hülsenfrüchte: 4,8 kg
Obst: 4,8 kg
Getränke: 72,80 l
Milch, Milchprodukte: 10,8 kg
Fisch, Fleisch, Eier: 4,8 kg
Fette, Öle: 1,2 kg

Sollte die Katastrophe länger als die geplanten zwei Wochen dauern, gibt es glücklicherweise noch „praktische Tipps zum Haltbarmachen von Lebensmitteln“.

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frosch (24k image)
So ruft die Kleine und hüpft aufgeregt auf das grüne Etwas in der Fußgängerzone zu. Mutti reagiert skeptisch. Zurecht. Wer schlüpft schon freiwillig in einem hautengen grünen Anzug, stülpt sich diesen Papp-Froschkopf über die Birne, mit dem man nur beschränkte Sicht durch den Mund hindurch hat, stellt sich in diesem lächerlichen Aufzug am Donnerstag nachmittag mitten in die proppevolle Hohe Straße in Köln und winkt kleinen Kindern zu? Nur Sadisten tun sich das an, oder Studenten, die bei McDonalds keinen Job bekommen haben, und nun für ein versteckt liegendes Stoffwaren-Geschäft den Kermit geben müssen. Überhaupt: Was ist das für eine merkwürdige Werbebotschaft? Was haben Frösche mit Meterware und Stoffballen zu tun? Warum werden Kinder angelockt, die sich nun sicherlich nicht vom Auftritt des studentischen Aushilfs-Frosches überzeugt, in den Laden begeben werden, um sich mit ein paar Bahnen Seide einzudecken? Wer weiß, ob in dem Kostüm nicht ein Kinderentführer steckt und das Stoffgeschäft nur ein getarnter Umschlagplatz ist. Ich meine, so kleine Kinder sind schnell mal in so eine Stoffbahn gewickelt und können so leicht an einenen geheimen Ort verschleppt werden. Alles ist möglich heutzutage….

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