
Andere Länder, andere Sprachen. Das gilt auch für die deutschsprachigen Nachbarn. Auf unserer Lesereise nach Wien und Zürich am Donnerstag und Freitag sind uns viele merkwürdige Sprachschöpfungen begegnet. Zum Beispiel das Schild mit der Aufschrift „Aufgußglocke“ über dem Klingelknopf in der Trockensauna im Kaiserbründl in Wien. Zeitweise schwer zu verstehen war auch der junge Mann, mit dem wir die Nacht nach der Lesung verbringen. Naja, vielleicht lag’s auch am Bier. In der Schweiz klingt es nicht besser. „Uff Wiederlurge“ verabschiedete uns die Stimme vom Band am Flughafen. Und wenn die sehr lieben Gastgeber auf uns ausnahmsweise mal keine Rücksicht nahmen, wurde ihr Deutsch zu einem melodischem Gegurgel mit sehr vielen “Chchch”-Lauten. Auch die Anti-Bareback-Kampagne der Schweizer Aids-Hilfe (siehe Bild) ist nicht so ohne weiteres auf Deutschland übertragbar. „Einfahrende Gummis“ sind hier zwar vor allem im Ruhrgebiet sprachlich verständlich, aber nicht wirklich gebräuchlich…
