
Heute morgen stand Joan Collins vor meiner Tür. Es war gegen sieben, als sie anklopfte und mich aus dem eh viel zu kurzen Schlaf riss. Sie trug einen wallenden Kimono mit großen weißen Blumen auf dem dunkelblauen Stoff. In der linken Hand hielt sie ein riesiges Whiskeyglas, ihre Rechte langte in Richtung Kollier. Mit breitem amerikanischen Akzent plapperte sie sofort drauflos. Dass ich völlig nackt vor ihr stand, beeindruckte sie dabei kein bisschen. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich begriff, dass ich Scott vor Jays Appartementtür stehen hatte. Der Kimono war echt, das Whiskeyglas entpuppte sich als der untere Teil einer entzwei geschnittenen PET-Wasserflasche. „Ja, wir hatten keine Gläser parat“, präsentierte Scott stolz seine Erfindung. So langsam ergab sich aus seinem Bericht und meiner Erinnerung die Geschichte, die sich vergangene Nacht zugetragen hatte…. (auf „weiterlesen“ klicken)
Archiv: Donnerstag, 7. April 2005
2005 7 Apr
Nur Joan Collins weiß, was sie letzte Nacht getan hat
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Dennis und Scott (auf dem Foto die beiden Herren in den traditionellen südostasiatischen Beinkleidern) haben von Micha und mir gestern die vollen 100 Thailandpunkte verliehen bekommen. Seit Sonntag sind sie in Bangkok und haben in den vergangenen fünf Tagen sämtliche Hürden gemeistert, die man bei einem Erstbesuch eines asiatischen Landes so nehmen muss. Zum Beispiel das Essen: Sie probieren sämtliche Gerichte, egal ob im Restaurant oder auf der Straße. Das meiste schmeckt ihnen. Es ist anfangs schwer, sich im quirligen Bangkok zurecht zu finden. Doch sie nutzen Taxen, Tuc Tucs und Skytrain wie die Profis. Sie wohnen ohne Berührungsängste mit uns in dem Haus, wo Jay lebt. Damit sind sie mitten drin im (schwulen) thailändischen Alltag. Und sie folgen Sanuk, dem thailändische Lebensprinzip, sein Leben möglichst angenehm und lustvoll zu gestalten. Aber dieser Lehre folgen die Beiden eh schon immer. Bislang gab es nur zwei Grenzen: Das Riesenrad auf dem Dach des ohnehin schon hohen Kaufhauses „Future Park“ und die gegrillten Insekten, die man hier als Snack verspeist, sind dann doch nicht Scotts Ding. Mal sehen, wie viele Thailand-Punkte meine Schwester und ihr Freund erreichen werden. Sie sind seit Dienstag in Bangkok…
