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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: April 2005

2005 19 Apr

Gay Online Dating

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godcover (16k image)
Wir unterbrechen unser Weblogprogramm an dieser Stelle für eine kleine Werbeeinblendung in eigener Sache. Im April ist unser neues Buch „Gay Online Dating“ erschienen. Am heutigen Dienstagabend präsentieren wir das „ultimative Handbuch fürs schwule Chatten, Verabreden und Bloggen“ mit einer Lesung im Buchladen Bruno’s in Köln (Beginn 19 Uhr, Eintritt frei, Friesenwall 24). Wenn jemand der hier Mitlesenden vorbei kommen möchte, ist er herzlich eingeladen. Ansonsten würde ich mich über jeden Hinweis zu dem Buch auf Euren Weblogs oder Webseiten freuen. Ein Kapitel des Sachbuchs beschäftigt sich auch mit der schwulen Bloggerszene in Deutschland und gibt Tipps, wie man sein eigenes Blog anlegen kann. Auf das die schwule prächtig Blogosphäre wächst und gedeiht…

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menschen (9k image)
Der ausgeprägte thailändische Glaube an Geister ist in Phuket besonders zu spüren. Menschen, die eines gewaltsamen Todes sterben, so heißt es, bleiben an dem Ort, an dem sie ihr Leben ließen. Sprich: In Patong Beach ist der Strand bereits durch die lebenden Toten pickepackevoll. Viele Thais meiden den Strand, auch Jay ist etwas skeptisch wegen der Reise auf die Insel. In der zuvor beschriebenen Nacht, in der ich wegen des stinkenden Betts lieber auf dem Sofa schlief, legte er sich mit einer Decke neben dem Sofa auf den Boden. Er wollte keineswegs allein in dem Bett liegen, und Micha war noch nicht zurück von der Party.
Kurz nachdem die Katastrophe über die Ferieninsel hereingebrochen war, kamen die ersten Sorgen auf. Man könne nun keinen Fisch mehr essen, der in der Region gefangen wird, weil – nun ja – die Fische nun mal halt gern an allem nagen, was an Essbarem im Wasser treibt. Die Zeitungen berichteten über die Befürchtungen der Bevölkerung, die Gesundheitsbehörden stellten Untersuchungen an (welcher Art diese Untersuchungen waren, wurde nicht genauer erläutert. Ob man die Fische Kannibalen zum Kosten gegeben hat, die dann entscheiden mussten, ob ihnen der Fisch jetzt wesentlich besser schmeckt?). Man gab jedoch Entwarnung. Die Fischsorgen waren vorbei, die Geisterfurcht blieb. Ein bisschen seltsam fand ich es dann schon, als am Abend des Gay Prides der nette Dr. Anthony am Infostand des Bangkok Hospitals meinen Blutdruck messen wollte. Er probierte es bestimmt ein Dutzend mal, meistens zeigte das Gerät nichts an, oder völlig utopische Werte, die ein Lebender nie haben könnte. Seit „The Sixth Sense“ weiß ich: Die Toten, die als Geister umher irren, ahnen in der Regel nicht, dass sie längst gestorben sind…

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2005 9 Apr

Tsunami Beach

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patong (5k image)
Es gibt Tage, an denen sollte man eigentlich daheim bleiben und sich dem eigenen inneren Frieden zuliebe kein Stück weit fort bewegen. Ging aber nicht am gestrigen Freitag, wir wollten ja nach Patong Beach auf Phuket. Die Ecke der Insel, an der am 26. Dezember die Tsunami-Flut die Strandpromenade zerdeppert hatte. Da der Billigflieger Nok Air unseren Abendflug kurzfristig gecancelt hatte, musste Micha noch schnell Ersatztickets besorgen. Mich quälte bereits schlechte Laune aus unidentifizierbarer Quelle, ich war den ganzen Tag über müde. Eine harmlose Zickerei von Micha reichte da, um vollends auf einen miesen Trip zu kommen. Ich verfiel in grimmiges Schweigen. Gegen fünf holten wir Jay von seinem Büro ab. Im Taxi, dass uns dorthin brachte, ließ ich meine Tasche liegen! Die mit dem Firmenlaptop, dem Reisepass und sonstigen Unterlagen, der Kamera, also allem wirklich wichtigem Zeug. Glücklicherweise war der Taxifahrer – den ich nie wieder gefunden hätte – ehrlich, suchte uns in dem großen Komplex und brachte mir die Tasche zurück, deren Verlust ich bis dahin noch nicht einmal bemerkt hatte. Jetzt hatte ich einen Grund, so richtig sauer auf mich selbst zu sein. Zu fünft ins Taxi gequetscht ging es zum Flughafen, zu fünft ins Taxi gestopft dann in Phuket zum Connect Gästehaus, das mitten im schwulen Viertel, dem Paradise Complex liegt. Schwitzend und erschöpft taumelten wir zur Rezeption im Connect, um zu erfahren, dass unser vor Wochen reserviertes und bereits bezahltes Zimmer nicht frei war. Der Ersatz-Schlafplatz, den man uns anbot, war zwar geräumig, aber das Bett muffte, als ob darin jahrelang eine Horde ungewaschener Kettenraucher mit fettigen Haaren gelegen hätte. Schnell verabschiedete ich mich von den anderen, die noch ausgehen wollten. Die Nacht verbrachte ich dann auf dem Sofa. Das hartnäckig hinter dem Vorhang kratzende Tier (Maus, Gecko?) versuchte ich dabei zu ignorieren. Anyway, heute scheint wieder die Sonne, wir konnten unser ursprüngliches Zimmer beziehen, und zur Entschädigung sind wir heute zum Abendessen eingeladen.

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scott (12k image)
Heute morgen stand Joan Collins vor meiner Tür. Es war gegen sieben, als sie anklopfte und mich aus dem eh viel zu kurzen Schlaf riss. Sie trug einen wallenden Kimono mit großen weißen Blumen auf dem dunkelblauen Stoff. In der linken Hand hielt sie ein riesiges Whiskeyglas, ihre Rechte langte in Richtung Kollier. Mit breitem amerikanischen Akzent plapperte sie sofort drauflos. Dass ich völlig nackt vor ihr stand, beeindruckte sie dabei kein bisschen. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich begriff, dass ich Scott vor Jays Appartementtür stehen hatte. Der Kimono war echt, das Whiskeyglas entpuppte sich als der untere Teil einer entzwei geschnittenen PET-Wasserflasche. „Ja, wir hatten keine Gläser parat“, präsentierte Scott stolz seine Erfindung. So langsam ergab sich aus seinem Bericht und meiner Erinnerung die Geschichte, die sich vergangene Nacht zugetragen hatte…. (auf „weiterlesen“ klicken)

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2005 7 Apr

100 Thailandpunkte

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dennis_scott_bkk (12k image)
Dennis und Scott (auf dem Foto die beiden Herren in den traditionellen südostasiatischen Beinkleidern) haben von Micha und mir gestern die vollen 100 Thailandpunkte verliehen bekommen. Seit Sonntag sind sie in Bangkok und haben in den vergangenen fünf Tagen sämtliche Hürden gemeistert, die man bei einem Erstbesuch eines asiatischen Landes so nehmen muss. Zum Beispiel das Essen: Sie probieren sämtliche Gerichte, egal ob im Restaurant oder auf der Straße. Das meiste schmeckt ihnen. Es ist anfangs schwer, sich im quirligen Bangkok zurecht zu finden. Doch sie nutzen Taxen, Tuc Tucs und Skytrain wie die Profis. Sie wohnen ohne Berührungsängste mit uns in dem Haus, wo Jay lebt. Damit sind sie mitten drin im (schwulen) thailändischen Alltag. Und sie folgen Sanuk, dem thailändische Lebensprinzip, sein Leben möglichst angenehm und lustvoll zu gestalten. Aber dieser Lehre folgen die Beiden eh schon immer. Bislang gab es nur zwei Grenzen: Das Riesenrad auf dem Dach des ohnehin schon hohen Kaufhauses „Future Park“ und die gegrillten Insekten, die man hier als Snack verspeist, sind dann doch nicht Scotts Ding. Mal sehen, wie viele Thailand-Punkte meine Schwester und ihr Freund erreichen werden. Sie sind seit Dienstag in Bangkok…

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2005 3 Apr

Neulich im Handtuch-Club

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towelclub (4k image)
Es regnet permanent bis zum späten Samstag-Nachmittag, wir beschließen, die neue Sauna „Towel Club“ auszuprobieren. Singapur hat sich in den letzten drei Jahren ein wenig offener gegenüber Schwulen und Lesben gezeigt, was einen kleinen Boom in der kommerziellen Szene ausgelöst hat. Die neue Freiheit hat zwar ihre Grenzen, offiziell sind homosexuelle Handlungen weiterhin strafbar und vor kurzem meinte der Gesundheitsminister noch, dass das Ausrichten großer Events für Schwule die Verbreitung von Aids fördere. Doch es tut sich was im Stadtstaat.
„Aus welchem Land kommen Sie? Haben Sie ihren Ausweis dabei? Woher haben Sie vom Towel Club erfahren? Wie lange gedenken Sie in Singapur zu bleiben? Werden Sie morgen noch einmal wiederkommen?“ Der Eintritt in den Schwitztempel wird durch ein Verhör an der Kasse eröffnet. So viel wollte noch nicht einmal der Zollbeamte an der Grenze in Singapur von uns wissen. Einen Antrag auf eine Clubmitgliedschaft muss man ausfüllen, bevor man hinein darf. Wie in Italien wird hier wohl versucht, Stress mit den Behörden zu vermeiden. Was Clubmitglieder mit ihren anderen Mitgliedern so anstellen, interessiert niemanden, es ist ja schließlich eine private geschlossene „Benutzergruppe“.
Etwas streng nach Desinfektionsmitteln riecht es, selbst der heiße Wasserdampf in der Dampfsauna trägt Domestos-Flair mit sich.. Das wundert nicht in einem Land, wo das Ausspucken von Kaugummi auf der Straße mit Strafe belegt ist. Leider gibt es keine Trockensauna in der ansonsten recht schicken Einrichtung. Der Laden ist eher auf das Anbahnen sexueller Handlungen ausgerichtet, weniger aufs klassische Schwitzen. Die Rituale zur Kontaktaufnahme im mit zahlreichen Spiegeln versehenen Cruising-Labyrinth stellen uns allerdings vor ein Rätsel. Alle schauen grimmig drein, offensichtlich wird Interesse an jemanden mit vorgetäuschter Interesselosigkeit bekundet. Mehrmals beobachten wir, wie Leute sich mehrere Minuten lang regungslos gegenüber stehen, um dann plötzlich in einer der Kabinen – die offiziell als Meditationsräume deklariert sind – zu verschwinden. Das allerdeutlichste Signal, das Micha erkennen kann, ist ein Klopfen im Vorübergehen von jemandem neben ihm an die Wand. Das soll wohl so viel wie „Mitkommen!“ heißen. Fazit für uns nach entspannenden vier Stunden: Dies ist DIE Sauna in Südostasien, in der man in Ruhe gelassen wird, ob man es will oder nicht!

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concorde (11k image)
„I believe, i can fly“ schreit es aus den Lautsprechern über den Sitzplätzen im Flieger von Air Asia. Es tut wirklich richtig weh in den Ohren. Mein schmerzhaft verzerrtes Gesicht quittiert die Stewardess cool mit dem Hinweis: „Ja ja, das ist leider nur eine schlechte Kopie auf Band, die Qualität ist nicht so gut.“ Auf die Idee, es mal leise zu stellen kommt sie nicht. Dann stürmt eine Horde aufgeregter Kinder herein und ein Baby – wenige Reihen hinter uns – beginnt ein infernalisches Geheul. „Komm,dafür hat der Flug nur zehn Euro gekostet,“ meint Micha lakonisch inmitten des tosenden Lärms. Er weiß, mit Sparargumenten kann er mich immer beruhigen.
Nach zwei Nächten in Kuala Lumpur sind wir am Freitag auf dem Weg nach Singapur. Der verspätete Inlandsflug bringt uns zunächst zum Flughafen in Johor Baru nahe der Grenze. Das Taxi fährt uns bis zur Grenzstation, von dort aus geht es weiter mit dem Linienbus in die Innenstadt von Singapur. Im Holiday Inn Atrium – einem beeindruckendem 27-stöckigen Hotelbau aus den Siebzigern – haben wir diesmal die Heilige Bibel und die Lehren Buddhas als Lektüre zur Auswahl. Und was empfiehlt uns Buddha für künftige Flüge mit Air Asia?
„Es gibt vier Zustände des Geistes, die der nach Erleuchtung Suchende anstreben sollte: Dies sind Mitleid, Zärtlichkeit, Fröhlichkeit und Gleichmut. Gier kann besiegt werden durch Mitleid; Ärger kann beseitigt werden durch Zärtlichkeit; Leiden verschwindet durch Fröhlichkeit und diskriminierendes Verhalten von Freund wie Feind überwindet man durch Gleichmut.“

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2005 2 Apr

Gay Tantra im Bambu Sa

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petrona (15k image)
"Do you come for massage or for spa?" "Both" "Massage ist 50 Ringgit for one hour. It is made by a man, and after that you can use the spa." Der freundliche Schnauzbart am Eingang der Bambu Sa-Sauna mit Massageservice reicht uns die Schlüssel für die Schließfächer, fünf Minuten später liegen wir frisch geduscht in getrennten Kabinen mit esoterisch angehauchter Pling Plang-Musik. Die abgespeckte Version eines Sumoringers betritt meine Kammer, haucht ein "Hello" und zieht sich das T-Shirt aus. Ich muss mich nackt auf den Bauch legen und prompt geht es los. Der Mann ist gut, zwischendurch scheint er drei bis vier Hände zu haben, die sanft und kräftig zugleich über meine Beine und meinen Rücken streifen. Etwas unruhig werde ich, als er auch die Muskulatur meines Hinters intensiv durchwalkt. Ich stelle mir Szenen eines Sumoringkampfes vor, um erfolgreich eine Erektion zu verhindern, und bete darum, seinen Dödel nicht zu spüren, als er sich auf meinen Hintern setzt, um die Rückenpartie zu bearbeiten. Glücklicherweise ist er diskret genug. Als ich mich auf den Rücken legen muss, lässt es sich leider nicht mehr vermeiden, dass ich auf seine Berührungen reagiere. Was aber vor allem daran liegt, dass seine Massagewellen von der Brust runter immer erst unterhalb des Schamhaares enden. Während ich noch überlege, ob ich mich für mein ungebührliches Verhalten entschuldigen soll, nimmt er nochmal eine ordentliche Portion vom Massageöl, um sich die Hoden und die Prostataregion dahinter vorzunehmen. Warum hat mich niemand vorgewarnt? Ich muss auch nochmal im Gay Tantra-Buch nachschauen, wie diese einzelnen Massagetechniken heißen, die er da anwandte, aber es hatte nichts mit Sex zu tun. Da bin ich mir sicher. Ein wenig froh bin ich, dass Mr. Sumo auch kurz danach von der Region ablässt und mich mit ein wenig Chiropraktik, bei der die Gelenke ordentlich knacken, wieder auf den Teppich bringt.

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2005 2 Apr

Mr. Come on

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comeon (6k image)
Die Blue Boy Bar – der einzige richtig einschlägige Laden – ist ein dunkles muffiges Loch, aber ein sehr kommunikatives. Hinter der Theke regieren Transen mit großen Zähnen, die das Tigerbier großzügig bis an Rand einschenken. Man darf nur nicht zu früh dort auftauchen, wie wir, die wir ja nur mal ein Bier trinken gehen und dann schlafen gehen wollten. Die Aussicht auf die „Miss Blue Boy International“-Wahl, sprich eine aller Voraussicht nach trashige Tuntenshow – hält uns dann doch länger. Und natürlich die netten Männer, die – sagen wir es mal so – für eine ausgesprochen cruisy Atmosphäre sorgen. Gegen Mitternacht taucht dann Irwan auf, betrunken aber niedlich. „Come on“ ist eine seiner Lieblingsfloskeln, die er in seinem Redeschwall immer wieder loslässt. Wir verstehen fast gar nichts von seinem Englisch und umgekehrt geht es ihm wohl auch so, aber beide Seiten lächeln freundlich und nicken wissend. Erstaunlich: Homosexualität ist in Malaysia verboten, Oral- und Analsex kann mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und öffentlichem Auspeitschen bestraft werden. Und dennoch gibt es diese kleine lustige Partyszene, die zusammengerechnet sicherlich mehrere tausend Jahre Knast und nicht endend wollende Auspeitschungen auf dem Buckel hat. Auch im Hotel gibt es keinen Stress, als wird dort zu dritt auftauchen, mit der Absicht, uns strafbar zu machen.

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2005 2 Apr

Tuntutan Bagasi

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koran (5k image)
Regenbogen begleiten unsere Reise. Der erste leuchtet über dem Rollfeld des Köln-Bonner Flughafens, während wir wegen des Gewitters auf eine andere Startbahn gelenkt werden. Das zweite Mal scheint er kurz vor der Landung in Kuala Lumpur durch das Fenster. Malaysia ist die erste Station unserer Tour.
„Tuntutan Bagasi“ heißt hier das Gepäcklaufband, immerhin kann man hier die Schriftzeichen – anders als in Thailand – lesen. Auf Anhieb verblüfft uns, wie viele orientalische Einflüsse in diesem südostasiatischen Land zu finden sind. Im Hotelzimmer liegt statt der Bibel der Koran (Foto), viele Frauen laufen mit Kopftuch herum, arabische Musik dudelt aus dem Radio im Taxi, die Nationalmoschee, an der wir vorbei fahren, ist ein beeindruckend schöner wie großer Bau. Von weitem sehen die 421 Meter hohen Petrona Tower-Doppeltürme mickrig aus. Das zweithöchste Gebäude der Welt wirkt erst so richtig, wenn man davor steht, wie wir später merken werden.

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