
Öh, was soll mir das Anzeigenmotiv bitteschön sagen? Hörzu, die Fernsehzeitschrift mit dem anachronistischen Namen, das muffigste Magazin des bundesrepublikanischen Alltags, das einen mit Mecki quälte und die Woche in Regenbogenfarben unterteilte, ist jetzt ein Heft für Lesben? Und dann dieser merkwürdige Spruch darüber: „Irgendwann nimmt man nicht mehr Irgendwas“. Statt irgendwas (Dildo? aufblasbare Sexpuppe?) nimmt frau jetzt irgendwen, der gerade in Unterwäsche im Garten sitzt? Oder ist die neue Zielgruppe, die mit den knutschenden Mädels in der Welt am Sonntag umworben wurde, die Gruppe der rüstigen Heterosexuellen, die sich von diesem Bilitis-Schmuh dazu animieren lassen, zum nächsten Kiosk zu rennen um mit sabberndem Mund nach der neuen Hörzu zu verlangen? Irgendwie fängt irgendwann, irgendwo der Blödsinn an…
