
Es ist keine gute Idee, in der Straßenbahn Bücher wie „Geheimwissen männlicher Multi-Orgasmus“ zu lesen. Die Leute auf der anderen Seite der Sitzbank gucken so komisch. Etwas erschrocken und leicht amüsiert zugleich. Mit einem abschätzenden Blick, so als wollten sie heraus finden, ob man mir mehr als einen Höhepunkt zutrauen kann. Ist aber interessant das Büchlein von Mike Kleist. Er hat sich lange Zeit mit taoistischer Liebeslehre sowie tantrischen Lustritualen beschäftigt und räumt mit vielen Vorurteilen auf. Zum Beispiel dem, das Ejakulation und Orgasmus ein und dasselbe sind. Das nur Frauen zu multiplen Orgasmen fähig und das „trockene Orgasmen“ nicht so befriedigend seien. Der Schlüssel zum männlichen multiplen Orgasmus liegt im permanenten Training des Pubococcygeus-Muskel. Das ist der, der in der Prostatagegend hängt und mit dem man zum Beispiel das Pinkeln steuert. Im Tao nennt man die Stelle den „Punkt der Million Goldstücke“. Multiple Orgasmen und Erektion, so Kleist, erhält man durch das Unterbinden der Ejakulation, gesteuert durch den PC-Muskel. Potenzsteigernd und Penisvergrößernd soll das Ganze auch noch wirken. Ich bin schon fleißig dabei, meinen PC-Muskel zu trainieren…
Archiv: Mittwoch, 8. Juni 2005
2005 8 Jun
Der Punkt der Million Goldstücke
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