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Archiv: Samstag, 11. Juni 2005

podcast (6k image)
So schnell geht das mit den Trends im Internet. Die deutsche Blogosphäre ist gerade noch im Aufbau, da gibt es schon wieder eine neue Möglichkeit, sich und seine Sicht der Welt den restlichen Erdbewohnern mitzuteilen. Bloggen ist out, podcasten ist in. Hier werden keine Texte, sondern Töne produziert und zum Download angeboten. Wer einen Computer mit Soundkarte und Mikrofon hat, hat eigentlich schon alles, um zum Podcaster zu werden. Man nimmt auf, was man möchte, konvertiert es zu einem mp3-file und stellt es per RSS-Feed ins Netz. Eine Software, ein so genannter Podcatcher, auf der Hörerseite ist in der Lage, die RSS-Feeds auszulesen. Man wählt den Beitrag aus, dem man lauschen möchte und lädt ihn auf die Festplatte. Es ist also so eine Art Bürgerfunk, nur das man keine Radiostation benötigt und keine teuren Tonstudios. Zwei Sachen habe ich mir angehört, die überraschenderweise nicht so grottig waren, wie es sonst häufig die Bürgerfunksendungen im Lokalradio sind. Ein norddeutscher Tankwart mit komödiantischem Talent erzählt von seinen Stammkunden, und welche Sorte er mag und welche nicht. Und ein gewisser Herbert beschäftigt sich mit neurolinguistischer Kommunikation und wie man die in der Werbung einsetzen kann: Ein Telefoninterview über Skype mit einem anderen Experten, dem ich als Laie sogar mühelos folgen kann. Geile Sache also das Podcasten, hier die deutsche Anlaufstelle www.podcast.de.

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