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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: August 2005

2005 31 Aug

Mutti Merkel

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muttimerkel (38k image)
Warum sieht meine Mutti aus wie Angela Merkel? (Mit schlechter Kamera am vergangenen Montagabend in Bottrop festgehalten.)

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2005 31 Aug

Noch 125 Tage bis Weihnachten!

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lebkuchen (18k image)
Ein hochsommerlicher 31. August, derzeitige Temperatur: 27 Grad Celsius. Und bei Plus gibt es die ersten Lebkuchen…

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2005 30 Aug

Öhm, Herr Gysi…?

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{{popup gf02_dielinke_pds.jpg gf02_dielinke_pds 848×600}}Klicken für großes Bild
Was tun sie da? Ok, Sie und Herr Oskar grinsen gerade unübersehbar wie die Honigkuchenpferdchen (Wer es ganz groß sehen möchte, klicke bitte auf das Bild). Die Stimmung ist prima. Wahrscheinlich haben sie gerade einen dollen Stoiber-Witz erzählt (”Trifft ein Bayer einen Ossi…”) oder über Merkels Schweißdrüsenproblem gelästert. Wer weiß. Nur diese merkwürdig demütige und mädchenhaft anhimmelnde, ja geradezu homophile Kopfhaltung, die sie ein bisschen wie einen irren Hamster mit Brille aussehen lässt und daneben der rote runde Riesen-Oskar, der ihre obszöne Geste gar nicht sehen will… Ich weiß nicht, ob das eine vernünftige politische Aussage darstellt, und wenn das Plakat Petra Pau noch so sehr gefällt…

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2005 28 Aug

Jederzeit bereit

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jederzeitbereit (12k image)
Wagen wir mal eine kleine Bildanalyse dieses Kampagnenplakates vom Deutschen Roten Kreuz. Der junge Mann zur Rechten scheint – so sagt es zumindest die Beschriftung – “jederzeit bereit” zu sein. Doch für was? Aus dem schwulen Blickwinkel und in Anbetracht der Situation ist es eindeutig. Der Rechts ist bereit, mit dem zur Linken anzubandeln. Dieser wiederum scheint ebenfalls Interesse zu haben, auch wenn er noch etwas schüchtern wegschaut. Er lächelt und streckt lasziv sein Bein nach vorn. Überhaupt ist die ganze Situation bereits sehr heiß. Beide schwitzen vor Erregung. Einzig komisch ist dieser schlecht gekleidete Mann in der Mitte, der nicht nur völlig overdressed in der Trockensauna, sondern auch noch störend zwischen beiden sitzt. Was mag er symbolisieren? Fi_ _ _ _ bis der Arzt kommt?

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Wir wollen dem Zugbegleiter der Regionalbahn, der es gestern Mittag am Kölner Hauptbahnhof irgendwie nicht geschafft hat, die Rollstuhlrampe flott zu organisieren, mal keine diskriminierenden Absichten unterstellen. Vielleicht hatte er nur einen schlechten Tag mit randalierenden Fahrgästen oder er hat erst gesprochen und dann nicht nachgedacht. Seine Ansage lautete: „Meine Damen und Herren! Leider hat unser Regionalzug nach Dortmund im Moment sieben Minuten Verspätung. Denn in Köln wollten noch drei Rollstuhlfahrer mit. Ich denke, dafür könnte man Verständnis entwickeln.“

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2005 19 Aug

Aloha für Benedetto

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papamobil (14k image)
Die Mobilisierung per eMail funktionierte perfekt. Hatte doch der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) – sonst Ausrichter des Cologne Pride – Wochen zuvor dazu eingeladen, den Papst zum Weltjugendtag mit Regenbogenfahnen zu begrüßen. Der Tag, an dem Benedikt XVI. in seinem Papamobil durch die Stadt rollen sollte, stand lange fest. Nicht jedoch der genaue Zeitpunkt und Ort für die homosexuelle Präsenz am Wegesrand. Die eMail mit diesen wichtigen Daten wurde am Donnerstagmorgen los geschickt und über zig Kanäle in Windeseile weitergeleitet. Der Erfolg: Mehrere hundert Schwule und Lesben versammelten sich um 18 Uhr unweit des Doms, und machten das Warten auf „Bendetto“ zu einem kleinen Happening. Köln erlebte seinen zweiten, kleinen CSD.

Die Lesbentrommelgruppe übte erfolgreich, lautstarke Rhythmen mit sechs Instrumenten auf zwei Quadratmetern Platz zu erzeugen, die La-Ola-Wellen der katholischen Gruppen diesseits des Absperrgitters wurde mit Aloha-Rufen und Knickhändchen jenseits gekontert. Lesbische Halleluja-Rufe wurden per Megafon verstärkt, „Ich glaube. Ich bin schwul!“ und „Ich lebe in Sünde“-Transparente ragten in den blauen Himmel. Der Geschäftsführer des Lesben-und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) Klaus Jetz trug gar ein mannshohes Kreuz in Regenbogenfarben.

Das Getümmel war mitunter so groß, dass die Mitarbeiter der Aids-Hilfe mit ihren Bauchläden voller Kondome keinen Meter weiter kamen. Sie waren dennoch heilfroh, hier zu sein, denn mitunter waren sie von fanatischen Christen ziemlich übel angemacht worden. „Ein amerikanischer Priester hat uns angeschrien, und meinte, man solle uns verbrennen“, empörte sich eine der Präventionshelferinnen. Als das Papamobil endlich mit über einer Stunde Verspätung heranrollte, kochte die Stimmung auf dem Höhepunkt. Die Lesben trommelten sich die Seele aus dem Leib und immer lauter skandierte die bunte Menge „Wir sind alle homosexuell, homosexuell, homosexuell“ frei nach „Zieht den Bayern die Lederhose aus“. Der Bayer Ratzinger mag sich für einen kurzen Moment gefreut haben über die vielen bunten Fahnen und winkte huldvoll seinen schwul-lesbischen Schäfchen zu. Sekunden später war der Spuk vorbei.

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rel (11k image)
Im Oktober 1990 war es ziemlich einfach, Radiojournalist zu werden. Gerade waren in NRW die Lokalradios „on Air“ gegangen. Zarte Senderpflänzchen, die in einer Mischung aus Dilettantismus und Experimentierfreude Lokaljournalismus neu definierten. Neueinsteiger, wie ich einer war, hatten die Chance, von Anfang an voll dabei sein. Statt eines Ausbildungsplans gab es den Schubs ins kalte Wasser. „Learning by doing“ war auf jeden Fall mein allererster Radiobeitrag, den ich für „Radio Emscher Lippe“ zu absolvieren hatte. Und zwar live. Eine Reportage für die Morgensendung aus einer Bottroper Backstube. Ein unglaublich faszinierendes Thema also, bei dem meine von Nervosität geprägte Fabulierkunst so Sätze hervorbrachte wie „Der Duft von frischen Brötchen zieht hier durch die Gegend.“ Zugleich packte ich aber investigativ zu mit meinen Fragen: „Essen sie eigentlich ihre eigenen Brötchen, oder sind sie ein heimlicher Müslifan?“ wollte ich vom Bäckermeister wissen. Ja, ja. Da ich diese Reportage überlebt hatte, ohne in Ohnmacht zu fallen, durfte ich gleich am nächsten Tag auf den Bottroper Wochenmarkt, um mit den Marktfrauen über die aktuellen Blumenkohlpreise zu schwadronieren. Das erschütternde Tondokument aus der Bäckerei gibt es hier als mp3 (1,6 MB).

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papstkuett (47k image)
Die bevorstehende Ankunft des Papstes in Köln bedarf ausgiebiger mentaler Vorbereitung (siehe Foto ganz rechts). Dazu gehört:
- Nicht laut loszulachen, wenn drei Nonnen die Straßenbahn betreten und alle jeweils ein Paket mit einem 2000-teiligem Papst-Puzzle in der Hand halten (Ist heute so geschehen).
- Nicht laut loszuschreien, weil die Mayersche palettenweise Nice Price-Papstbücher verscherbelt und Bekleidungshäuser Benedikt XVI-T-Shirts anbieten (siehe Fotos).

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2005 10 Aug

Atemnot im Penisgewebe

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erektion (10k image)
Es gibt Pressemitteilungen deren Lesen allein schon Unwohlsein erzeugt. Ein kleines Beispiel gefällig? Bitteschön: „Viele Radsportler kennen es aus eigener Erfahrung: Nach längeren Touren können im Genitalbereich Taubheitsgefühle auftreten. Grund dafür ist eine schlechte Blutversorgung des Penis, die durch den Sattel ausgelöst wird. Wie die israelische Studiengruppe um Ilan Leibovitch feststellte, haben zwischen 13 und 24 Prozent der männlichen Radfahrer, die mehr als 400 km in der Woche fahren, Erektionsstörungen. Durch die Sitzposition, die oft über Stunden eingenommen wird, lastet ein hoher Druck auf den Blutgefäßen. Die Folge ist eine Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen im Penisgewebe. Die kann zu Erektionsstörungen führen. Oft hilft ein ergonomisch geformter Sattel, das Problem zu lösen.“ Oder Medikamente, wie es ganz uneigennützig etwas später heißt. Die PM kommt nämlich von einem Pharmaunternehmen.

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2005 9 Aug

Schauinsland

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schauinsland (6k image)
Was haben Georg Preuße und ich gemeinsam? Wir beide waren in einem früheren Leben Radio- und Fernsehtechniker. Dann machte der eine Karriere als Travestiestar unter dem Namen Mary. Und der andere wurde Journalist. Ich habe kein Ahnung, ob Mary in ihrem Keller möglicherweise noch alte Fernsehgeräte stehen hat, die sie irgendwann reparieren will, wenn sie mal Zeit dazu hat. Ich hatte zumindest bis heute Abend noch eine Flimmerkiste aus den fünfziger Jahren im Untergrund stehen. Ein Schwarz-Weiß-Gerät mit dem klangvollen Namen „Saba Schauinsland“. Nun isser weg, der schwere Röhrenkasten, der jahrelang im Keller vor sich hinschlummerte, weil es keinen Platz gab, ihn aufzustellen. Präziser gesagt: Auszustellen. Gescheit fernsehen konnte man bei dem matschigen Bild eh nicht mehr. Ich habe das Gerät nun bei ebay für einen Euro verscherbelt. Und weiß, das es in guten Händen ist. Der Käufer kam zum Abholen mit einem Peugeot aus den sechziger Jahren vorgefahren.

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