
Boulevardblätter wie der Kölner Express lieben solche Geschichten, in denen Sex & Crime zusammen kommt. Da finden ahnungslose Pilzsammler einen Mann angezogen aber tot an einen Baum gefesselt. Seine früheren Lebensumstände ließen vermuten, dass sein Tod einen Hintergrund wie „Fessel-Sex“ nicht ausschließe, deutet das Blatt in der heutigen Ausgabe nebulös an. Was mögen das bloß für Umstände sein, und warum werden beim Express Worte wie Fessel-Sex und Sex-Unfall in Anführungsstriche gesetzt? Nun gut, in Boulevardblättern hat diese Art von Erotik immer etwas schmuddeliges, genau wie die „Po-Spiele“. Lauter Sachen, bei denen Tante Lieschen Müller errötend kichern würde. Da distanziert man sich schon mal gern mit ein paar Anführungsstrichen. Interessanterweise scheint es für dieses Medium nichts „extremeres“ als Fessel-und Posex zu geben. Oder hat schon mal jemand die Schlagzeile „Tod bei AA-Sex und Pipi-Spielen!“ gelesen?
