
Es gibt Dinge, die sollte ich lieber nicht mehr tun. Den Nachbarn zuliebe. Zum Beispiel, sich wie neulich nachts um eins Kopfhörer aufzusetzen und „Living a boy’s adventure tale“ von A-ha aus dem Jahre 1985 (Album: Hunting high and low) mitzusingen. Leute meiner Altersklasse kennen das vielleicht. Morten Harket kann ja unglaublich hoch singen, und in diesem Stück macht er von seinem Talent ausgiebig Gebrauch. Leider hat meine Kopfstimme seit der fetten Grippe vergangenen Februar arg gelitten, so dass ich bei hohen Tönen eigentlich wie ein Papagei unter der Kreissäge kreische und quietsche. Erst, als ich mir kurz vor Ende des Stücks die Kopfhörer abnahm, um mal meinen verzweifelten Versuchen zu lauschen, mich klanglich in die Höhe zu schrauben, merkte ich, was ich meinen schlafenden Anrainern zumutete…
