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Archiv: Freitag, 17. Februar 2006

2006 17 Feb

Gin Tonic und die Toten

Abgelegt unter: Schwul | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

tonic (2k image)
Gin Tonic ist irgendwie ein sehr sehr leckeres Getränk. Aber es hat auch einige seltsame Nebenwirkungen. Zunächst muss ich aber einiges vorausschicken: Wenn Jay, Micha und ich ausgehen, laufen wir der Einfachheit halber meistens in die Silom Soi 4. Die ist gut fünf Minuten vom Appartment entfernt. Der Lifetime-Membership-Karte von Micha – und der damit verbundenen zehn Prozent Rabatt – wegen sitzen wir immer im Balcony, und zwar stets draußen an den kleinen Tischchen. Drinnen kann man nämlich nicht die Männer von der gegenüberliegenden Telephone Bar beobachten, sondern muss dauernd die griesgrämig dreinschauenden Eigentümer anschauen. Und dann bestellen wir, weil es günstiger ist, eine Flasche Whiskey für 900 Baht. Die Softdrinks zum Mixen und das Eis sind im Preis mit drin. Wenn wir die Flasche nicht leeren, wird sie für den nächsten Besuch aufbewahrt. Nach zahlreichen Whiskey-Cokes in den vergangenen Monaten sind wir jetzt mal umgestiegen auf Gin Tonic, den es für den selben Preis gibt. Leider merkt man im Vergleich zum Whiskey nicht so schnell, das man betrunken ist. Man denkt, man ist noch ziemlich nüchtern, in Wirklichkeit ist man aber schon ziemlich stramm. Zweimal ist es mir inzwischen passiert, das ich mein Limit schlicht verpasst habe. Und das merkwürdigste ist: Ich bekomme Albträume danach. In den frühen Morgenstunden bin ich mehrmals mit Herzklopfen wach geworden, weil in meinen Träumen Verwandte und Bekannte gestorben sind und dauernd irgendwelche Toten herumlagen oder –saßen.

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