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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: April 2006

2006-800.jpgDarf man eigentlich als Deutscher in Turin einem anderen Deutschen schlagen, weil der meint, er müsse, da er gerade im Park Valentino an einem Mann mit schwarzer Hautfarbe vorbeigeht, den Spruch loslassen: „Wir müssen irgendwo kurz vor Afrika sein“? Ich verspürte einen kurzen Moment eine geradezu staatsbürgerliche Verpflichtung zu einem solchen Gewaltakt. Davon abgesehen ist alles schön im norditalienischen Städtchen. Die vielgelobte Gastfreundschaft des schwul-lesbischen Filmfestivals hat mit warm umfangen, viele Gesichter aus den letzten beiden Jahren sind wieder zu sehen und die Eiscreme, die Pizza sowie das Bier Moretti schmecken fantastisch. Leider hat auch Olympia es nicht vermocht, manche Missstände zu beseitigen: Nach 23 Uhr bleibt es weiterhin schwierig, etwas zu Essen oder zu Trinken zu bekommen. Und ins Kebab Döner werden immer noch kalte Pommes mit in den Fadenbrot-Ersatz aus Pizzateig hinein gerollt. „I film che chambio la vita“ heißt es im Untertitel zum 21. Filmfestival. Welche Filme in den vergangenen zwei Tagen mein Leben verändert haben, verrate ich hier… weiterlesen… »

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2006 13 Apr

Dentisten-Stress

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mund1.jpgBei den über 40-jährigen gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies. Verrät mir Wikipedia. So weit ist es bei mir noch nicht, ich befinde mich gerade in der Phase der Paradontitisbehandlung. Sprich, der Zahnarzt entfernt die Beläge, die sich unterhalb des Zahnfleisches festgesetzt haben und die für fortwährende Entzündungen des Zahnfleisches sowie einen Abbau des Knochens verantwortlich sind. Diese Behandlungen dauern zwar nicht lange, aber sie sind stressig. Angefangen von der Spritze ins Zahnfleisch, mit der alles betäubt wird. Dann das hohe Fiepen des Instrumentes, das fröhlich unterhalb des Zahnfleisches schrubbt, das Röcheln des Spucke absaugenden Schlauches und überhaupt die dauerhaft verkrampfte Körperhaltung, die man unwillkürlich einnimmt, wenn man mit weit aufgerissenem Mund kopfüber auf dem Sessel hängt. Die Lippe ist noch taub, aber ein halbes Jahr habe ich nun vor dem Doktor Ruhe. Und irgendwie beschleicht mich ein besseres Gefühl, nachdem ich so lange in keinem Behandlungsstuhl mehr gelegen habe.

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diebesten0601_200.jpgDie 100 größten deutschsprachigen Buchverlage haben 2005 ihren Umsatz um durchschnittlich 2,4 Prozent gesteigert, meldeten im März die Nachrichtenagenturen. Das heißt noch nicht viel. Es fehlen schließlich die Angaben, wie viel mehr oder weniger Umsatz die restlichen tausende von Klein- und Kleinstverlagen gemacht haben. Aber zumindest weicht das Wehklagen, das sonst immer zur Buchmessenzeit einsetzte, optimistischeren Tönen. Und bei den schwulen Buch- und Videoverlagen kann man einen weiterhin steigenden Ausstoß von neuen Veröffentlichungen feststellen. Was doch ebenfalls ein gutes Zeichen ist.

 Auch die queercom-Redaktion hat ihr Bestes getan, um die maximale Aufmerksamkeit auf die aktuellen Medien für Schwule zu lenken. Kurz vor Ostern ist Ausgabe Nummer vier von "Die Besten" erschienen. Mit 24 Seiten voller Tipps und Rezensionen zu Neuerscheinungen auf dem schwulen Buch- und DVD-Markt. Ob Belletristik oder Sachbuch, Kinokomödie oder Film-Doku, besprechen wird, was wichtig und erwähnenswert ist.

 Im schwulen Buchhandel ist die gedruckte Ausgabe ab Ostern verfügbar. Bereits jetzt kann man aber die PDF-Ausgabe (ca. 2 Mb) hier herunterladen.

icon for podpress  Die Besten, Frühjahr 06: Download
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2006 9 Apr

Enne Besuch em Sasch’s

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saschs.jpgDie Taunusstraße in Köln-Gremberg beherbergt ein bunt gemischtes Völkchen. Viele Türken, Araber und Afrikaner zwischen Deutschen. Mehrere Dönerbuden, ein paar gutbürgerliche Kneipen, ein von Hare Krishna-Jüngern betriebenes vegetarisches Restaurant. Und mittendrin die Cocktail-Bar „Sasch’s“. In den vergangenen Monaten sind Micha und ich nach Feierabend immer nur dran vorbei gelaufen. Obwohl dort im Schaufenster eine kleine Regenbogenfahne klebt. Ein Homo-Laden in dieser Ecke? Am Donnerstag Abend kehrten wir erstmals ein.

Tatsächlich, mindestens zwei der anwesenden vier Gäste sind schwul, Wirt Sascha ist es sowieso. Er serviert uns das Weizenbier, setzt sich mit seinem Sekt im Jägermeisterglas neben uns und erzählt ein bisschen von seinem Experiment, eine Kiez- und Szenekneipe in einem Vorort mit Multikulti-Umgebung zu etablieren. Karaoke, African Parties und Cuba-Abende bringen homo und hetero von nebenan an eine Theke. So eine Mischung kannte ich bislang nur aus dem proletarischen Ruhrgebiet. Mal abgesehen von den Bierpreisen, die deutlich höher sind als in der Innenstadt, fühlen wir uns in der Bar mit Wohnzimmerflair schnell wohl. Auch, weil gerade eine DVD mit schrillen Videoclips der Neuen Deutschen Welle läuft.

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2006 6 Apr

BildBlog, übernehmen Sie!

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MV schwul200.jpg Aua!!! Das ist so doof, was die Bild-Zeitung aus Mecklenburg- Vorpommern am 27. März schrieb, das es verdammt weh tut: Meck-Pomm wird schwul, weil immer mehr junge Frauen die Region verlassen. Den zurückbleibenden Jungs bleibt nichts anderes übrig, als zu vereinsamen und andere zu verkloppen um anschließend der Zwangshomosexualität zu frönen (Klick aufs Bild für große Darstellung). Der zitierte Greifswalder Wissenschaftler, der genauso aussieht, wie man sich einen Vorzeige-Ossi vorstellt, behauptet trotz gegenteiliger Schlagzeile in keinem der Zitate, das nun das ganze Land schwul wird. Es liegt die Vermutung nahe, das die Bild-Redaktion sich da was um die Aussagen des Herrn zurechtgestrickt hat. Und sollte der „Bevölkerungsforscher“ tatsächlich glauben, das ein Fortgang von Frauen zu homosexuellen Handlungen unter gewaltbereiten Männern führt, und das auch noch als Problem ansieht, dann plädiere ich dafür, ihn mal gaaaaaanz dolle (bitte nasal betonen) mit Wattebäuschchen zu bewerfen. BildBlog, bitte übernehmen Sie!

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2006 1 Apr

Schnackseln auf Gayromeo

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grbayrisch.jpg„Nach der französischen und der spanischen Version von GayRomeo haben wir uns nun nochmal der deutschen Version zugewendet“, begrüßen die Admins von gayromeo heute die User auf der Startseite. Es werde jetzt umgestellt auf die bayerische Mundart, die das reguläre Deutsch künftig ganz ersetzen soll, kündigen sie an. Entsprechend sind schon einige Menüpunkte umbenannt. „Beziehung“ heißt jetzt „Liäsong“, „Favoriten“ sind jetzt die „Spezis“, und wer ein Date sucht, will „Schnackseln“. Manches klingt weniger nach bayrisch, sondern mehr danach, wie sich Berliner vorstellen, das Bayern in ihrer Mundart reden. Aber egal. Schließlich ist ja heute der erste April, sowohl in der Hauptstadt als auch am Weißwurst-Äquator.

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