Darf man eigentlich als Deutscher in Turin einem anderen Deutschen schlagen, weil der meint, er müsse, da er gerade im Park Valentino an einem Mann mit schwarzer Hautfarbe vorbeigeht, den Spruch loslassen: „Wir müssen irgendwo kurz vor Afrika sein“? Ich verspürte einen kurzen Moment eine geradezu staatsbürgerliche Verpflichtung zu einem solchen Gewaltakt. Davon abgesehen ist alles schön im norditalienischen Städtchen. Die vielgelobte Gastfreundschaft des schwul-lesbischen Filmfestivals hat mit warm umfangen, viele Gesichter aus den letzten beiden Jahren sind wieder zu sehen und die Eiscreme, die Pizza sowie das Bier Moretti schmecken fantastisch. Leider hat auch Olympia es nicht vermocht, manche Missstände zu beseitigen: Nach 23 Uhr bleibt es weiterhin schwierig, etwas zu Essen oder zu Trinken zu bekommen. Und ins Kebab Döner werden immer noch kalte Pommes mit in den Fadenbrot-Ersatz aus Pizzateig hinein gerollt. „I film che chambio la vita“ heißt es im Untertitel zum 21. Filmfestival. Welche Filme in den vergangenen zwei Tagen mein Leben verändert haben, verrate ich hier… weiterlesen… »
Archiv: Sonntag, 23. April 2006
2006 23 Apr
Filme, die das Leben verändern
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