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Archiv: Mittwoch, 7. Juni 2006

2006 7 Jun

Elefantastisch

Abgelegt unter: Thailand | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

khankluay.jpgIn diesen Tagen häufen sich die elefantösen Meldungen in Thailand. Zum Beispiel die, dass der erste computeranimierte Kinofilm Thailands, der die Geschichte des Kampfelefanten „Khan Kluay“ erzählt, der laut Überlieferung im Kampf der Thais gegen die Burmesen eine wichtige Rolle gespielt haben soll, einen wahren Elefantenboom ausgelöst hat. Speziell bei der Bangkok Bank . Seitdem sie ihre Sparbuch-Variante mit dem Bild des Trickfilm-Tieres versehen haben, haben bereits 200.000 Menschen ein neues Konto eröffnet. Die meisten werden es wahrscheinlich nie nutzen, aber sie haben die bunte Karte. 100.000 neue Karten wurden bereits geordert, damit keiner zu kurz kommt. Und gestern gab es in der Provinz Ayutthaya eine einmalige Open-Air-Vorstellung von Khan Kluay für die dort lebenden Elefanten. Das Foto in der Bangkok Post heute zeigt, wie die Dickhäuter gemütlich um die Leinwand herum liegen. Ob sie der Film interessiert hat oder ob sie applaudiert haben, wird nicht berichtet. Zumindest die Besitzer der Elefanten scheinen den Film aber genossen zu haben.

Am erstaunlichsten fand ich die Meldung über den ersten königlichen Elefanten , von dessen Existenz ich bis vergangener Woche noch nichts gewusst habe.  Der heißt Phra Sawet Adulyadej Phahon, hat den Rang eines Prinzen und lebt im Klaikangwol Palast in Prachuap Khiri Khan. Das 60 Jahre alte Tier bekommt zum 60-jährigen Dienstjubiläum von König Bhumibol Adulyadej ein neues Outfit aus Gold geschenkt. Die Fußringe und Ketten mit insgesamt 6 Kilo Gold haben schlappe 4 Millionen Baht, also etwa 800.000 Euro gekostet. Phra Sawet Adulyadej Phahon ist ein weißer Elefant. Seit ewigen Zeiten werden alle weißen Elefanten, die in Thailand gefunden werden, zum König gebracht, der sie dann bei sich aufnimmt. Je mehr gefunden werden, desto größer soll die Zufriedenheit und der Fortschritt im Königreich sein, sagt der Volksglaube. König Bhumipol bekam insgesamt zehn Elefanten überreicht, von denen sechs noch leben. Fünf davon besitzen den königlichen Status als „Chang Samkhan“.

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