Am Mittwoch wird Sali in seinem Heimatort Si Kaket beigesetzt. Den buddhististischen Ritualen entsprechend mit einer Feuerbestattung. Micha und Jay werden mit dem Nachtzug dorthin reisen und teilnehmen, ebenso ein Trupp seiner Kollegen aus dem MK-Restaurant. So lange ein Verstorbener noch nicht mit Mönchsgebeten und Trauerfeier zur letzten Ruhe begleitet wurde, kann dieser noch ziemlich unruhig sein, zumindest in der Wahrnehmung der Hinterbliebenen. So rief gestern abend MK-Ladyboy Kert bei Jay an. Man habe im Restaurant Geld gesammelt, das man Salis Eltern übergeben wolle. Und der Mann, der das Geld eingesammelt habe, hätte plötzlich nicht mehr laufen können, so als ob jemand sein Bein festhalten würde, berichtete Kert. Erst, als jemand anders sich bereit erklärt habe, das Geld zu verwalten, hätte der Mann wieder sein Bein bewegen können. Und dann ist da noch Mr. Noodle. Der verkauft Nudelsuppe auf der Straße und wohnt im selben Haus in Bangkae wie Sali. Der hätte bis gestern noch nicht gewusst, das Sali gestorben ist, sagt Kert. Aber er hätte sich gewundert, warum in Salis Zimmer die ganze Nacht über das Licht immer wieder an und aus gegangen wäre…
Archiv: Dienstag, 13. Juni 2006
2006 13 Jun
Geistergeschichten mit Sali
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