Taunaus-Grill, Taunusstraße, Köln-Humbold-Gremberg, am späten Nachmittag. Die Chefin der Pommesbude zu einem Gast: "Deine Schuhe sehen so schwul aus. Du wirst doch nicht schwul sein?" Der Angesprochene – mit sehr hässlichen weißen Slippern, die kein Schwuler je tragen würde: "Wer weiß? Siehst ja, ich sitze immer mit deinem Mann hier."
Archiv: Dienstag, 11. Juli 2006
2006 11 Jul
Eifersuchtsblog, Teil 4 – Kleine Racheakte
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Eifersüchtige leiden an gekränkter Eitelkeit und Verlustängsten. Dem ist frühzeitig entgegen zu wirken, man will ja schließlich nicht emotional auf der Strecke bleiben. Kleine Racheakte erfrischen das Selbstbewusstsein: C erzählt beiläufig, das er sich in dem Laden da vorn in der Straße in der Nähe des Büros ab und zu mal vom Inhaber einen bl**** lässt. Bislang war das ein unwichtiges Detail, weil diese Treffen jeweils zu Zeiten stattfanden, in denen M im Ausland war. Aber jetzt ist dies ein Beleg dafür, dass man auch von anderen begehrt wird, und die „Drohung“ schwebt im Raum, das sich dies jederzeit wiederholen lässt. C erhält über Gayromeo ein Angebot für Sex von einem Thai, der am nächsten Tag in der Stadt ist. C freut sich diebisch, denn – so der Plan – am Nachmittag würde er das Büro verlassen mit den Worten: „M, ich fahre jetzt für zwei Stunden nach Hause, ich habe ein Date.“ So etwas war in Köln bislang nicht denkbar, bzw. als wir so etwas probiert haben, war es immer für den, der zurück blieb, nervig. Leider meldet sich das potentielle Date am Nachmittag nicht mehr wie vereinbart, dieser Racheakt fällt somit ins Wasser. Das ist alles albern? Natürlich ist es das, möglicherweise beeindruckt es M noch nicht einmal, aber es betont die eigene Unabhängigkeit, und dieses Gefühl sollte man im Eifersuchts-Notfall unbedingt bewahren und stärken. Nur fair sollte man dabei bleiben. Kein Tuntenkrieg, kein Zickenterror, kleine Symbole genügen.
