Upiepupie hat sich für den Kölner CSD ordentlich vorbereitet, um den maximalen Lustgewinn aus dem Event für sich zu ziehen. Der Amsterdamer klopft bei Micha am Donnerstag abend über gayromeo an, und fragt nach einem Date. Micha schlägt einen Dreier vor, was Upiepupie (so halt sein Nickname) begeistert begrüßt. Er will irgendwelche psychogenen Pilze und Kokain mitbringen. Wir, völlig unerfahren im Gebrauch solcher „Chems“, wollen nicht unhöflich sein und ermuntern, mitzubringen, was immer beliebt. Telefonnummern und ein paar sexuelle Fantasien werden noch ausgetauscht, man verabredet sich locker für den Samstag. Upiepupie landet das erste Mal auf Michas Handy am Montagmorgen gegen halb sechs. Um halb neun, wir sitzen gerade beim Frühstück, ein weiterer Kontaktversuch von ihm. Von Drogen verstrahlte CSD-Touristen, die vermutlich die Nacht über nicht geschlafen haben, früh morgens zu einem Date zu empfangen, und dabei selber nüchtern zu sein, das erscheint uns nicht gerade verlockend. Wir lassen es klingeln. Um zehn Uhr eine SMS: „Hi Martin, ich bin jetzt auf dem Weg nach Bonn, hol mich bitte um 10:20 Uhr ab.“ Upiepupies vorbereitete Liste ist glücklicherweise lang genug. Ich hoffe nur, er hat diesen Martin trotz der Verwechslung von Handynummern in Bonn gefunden.
Archiv: Montag, 17. Juli 2006
2006 17 Jul
Eifersuchtsblog, Teil 8 – Quo vadis?
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„Wo bleibt denn der nächste Text?“ beschwert sich über gayromeo H, der findet, das Eifersuchtsblog sei „spannender als eine Soap“. Bitteschön, die Fortsetzung: In der Schlussszene von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ sitzen Martha (Elisabeth Taylor) und George (Richard Burton) nach einer Nacht voller Streit, Alkohol und Exzessen in den Trümmern ihres Schlachtfeldes. Der Morgen dämmert, und ihnen wird klar, jetzt, wo sie sich in aller Brutalität sämtlicher Illusionen beraubt haben, haben sie die Chance, sich selbst neu zu entdecken. Ein versöhnlicher Schluss nach einer furiosen Schlacht. Bei C und M brauchte es keine durchkämpfte Nacht und keinen Alkohol, aber ein ordentlicher Streit am Sonntagnachmittag brachte endlich den Knoten ins Platzen, der die ganzen Tage über beide gefangen gehalten und blockiert hat. C hat das Vertrauen zurück erlangt, das notwendig ist, um sich Mitte August in Bangkok dem Experiment „Da ist ein weiterer Mann in Ms Leben“ furchtlos stellen zu können. To be continued…
