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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: Sonntag, 30. Juli 2006

weinfreude.jpgSamstag nachmittag, 15 Uhr. Am Rheinufer in Köln-Mülheim, kurz vor dem Cranachwäldchen, beginnt das Treffen der Queer-Veteranen, ehemaliger Mitarbeiter des Monatsmagazins, das Ende 2002 unterging. Jeder bringt was zum Grillen mit, das Mühlen-Kölsch hat Patti organisiert. Das 30-Liter-Fass ist schön kühl, das Wasser im Rhein wohl temperiert, ein entspannter Nachmittag beginnt. Gegen 22 Uhr starten die ersten Feuerwerke. Die „Kölner Lichter“ finden heute statt. Von einem Schiff, das eine ganze Prozession weiterer Boote hinter sich her führt, werden Raketen abgeschossen. Auch über dem Deutzer Himmel explodieren bis nach Mitternacht die Feuerwerkskörper in buntesten Variationen. Das Kölsch ist inzwischen warm, doch ein paar späte Gäste retten uns durch mitgebrachte Eiswürfel. Kölsch on Ice schmeckt gar nicht mal so schlecht. Inzwischen ist der Grill einem Lagerfeuer gewichen. Das Fass ist immer noch nicht leer. Die Party erreicht gegen drei Uhr einen ersten Tiefpunkt. Scott und Dennis schnarchen auf ihren Matten auf dem Boden, ein weiterer Gast versucht, nach sehr viel Wodka wieder nüchtern zu werden. Nur Patti und ich sind noch munter und halten das Feuer lebendig. Wir verfeuern ein paar alte Weinkisten mit merkwürdigen Aufdrucken „Wein schenkt Freude“. Das Kölsch schenkt zu dem Zeitpunkt keine Freude mehr, es ist einfach genug. Nicht weit entfernt, unter der Mülheimer Brücke, geht immer noch die Post ab. Jugendliche tanzen dort Open Air zu House und Pop. Wir wollen die Dämmerung abwarten, damit wir das mitgebrachte Zelt und all die anderen Sachen wieder einpacken können, jetzt ist es zu dunkel. Um halb sechs kommt Olli mit seinem kleinen Transporter angefahren, wir packen allen Kram in sein Gefährt. Zehn Liter altes Kölsch sind zuvor ins Erdreich versickert. Sonntagsmorgens um halb sieben auf die Straßenbahn zu Warten, lässt einen als 40-Jährigen ganz schön alt aussehen. Um einen herum lauter junge Leute, die vom Feiern kommen. Um sieben Uhr ist die Party für mich zu Ende. Mein Bett ruft mich, ganz laut…

Nachtrag: Was man sonst noch so bei der Rückkehr von der Party erleben kann…  

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