Auch wenn derzeit wenig von Bangkok nach Köln dringt, heißt das nicht, dass wieder eitel Sonnenschein herrscht. Im Gegenteil. J gleicht momentan einem Vulkan, der ständig vor sich hin köchelt und manchmal explodiert. Die Rauchwolken erreichen C über Skype. „Was mache ich falsch? Ich bin nichts wert. Ich bin zu alt und zu dünn. Ich fühle mich allein. Ich werde die Wohnung verlassen, etc.“, klagt J in einem sich immer wiederholenden Sermon. C überlegt inzwischen etwas genervt, ob er für das nächste Klagelied einfach seine Antworten aufzeichnet und per Copy und Paste einspielt. C hat keine Lust mehr auf die ständige Aufbauarbeit, die scheinbar höchstens zwei Tage lang hält. J belässt es aber nicht beim Klagen. Er macht Kontrollanrufe. Ist M tatsächlich da, wo er erzählt, das er gerade sei? J besucht den Friseursalon, den E managt, will dort dessen Telefonnummer erfragen. Wird dort ausfällig und belegt den abwesenden E mit sämtlichen Schimpfworten, die er bereits im ersten Drama-Queen-Clash verwandt hat (siehe Eifersuchtsblog, Teil 10) .
Archiv: Samstag, 12. August 2006
2006 12 Aug
Eifersuchtsblog (11) – Schimpf und Schande
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