
Wenn Bild und Überschrift nicht harmonieren (gesehen in der neuen Ausgabe des österreichischen Homo-Magazins "Gentleman in Baroque")
Archiv: Oktober 2006
2006 10 Okt
Reisen wird auch immer riskanter…
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2006 9 Okt
Als ich meinen Vibrator beim Zoll holen durfte
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Ende Juli entdeckte ich die Website mit dem lustigen Sextoy „OhMyBod“. Einen Vibrator, den man an seinen iPod oder sonstigen MP3-Player anschließt und der dann im Rhythmus der Musik schwingt. Geiles Thema für queer.de, dachte ich und fragte beim amerikanischen Unternehmen gleich mal wegen einem Ansichtsexemplar nach. Die freuten sich über das Interesse aus Germany und sagten eine Lieferung zu. Statt des Gerätes lieferte die Post heute einen grünen Schein aus, der besagte, das die Ware beim Zollamt läge, und man bitte Kaufbelege beibringen möge. Eventuell würden Zollgebühren anfallen.
Das Zollamt liegt – extrem kundenfreundlich – in Wahn, noch hinter dem Flughafen, in einer Gegend, wo die Straßen bereits Namen haben wie „Kornblumenweg“ oder „Auf Dem Acker“. Zwei Stunden Zeit sollte man für die ganze Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln schon einplanen. Im Flur der Behörde steht ein Haufen Leute, die alle miesepetrig gucken, weil sie der Zoll in die Pampa gezwungen hat und sie vor allen anderen Wartenden angeben müssen, was sie denn da bestellt hätten. Meist ebay-Kunden, die Ware im Ausland ersteigert haben, die ohne Rechnung angekommen ist. Ein schlunzig gekleideter fülliger Mann mit Kassengestellbrille (garantiert kein iPod-Besitzer) nimmt sich meiner an, holt das Paket, leitet mich zu einem kleinen Tischchen direkt zwischen den Klos und fragt: „Rechnung dabei oder ebay?“. Ich zeige ihm den ausgedruckten E-Mailwechsel zwischen mir und der Firma. Ausführlich liest er von schwuler Zielgruppe, Vibratoren und lustigen Sextoys, die kostenlos zur Verfügung gestellt würden. Etwas peinlich berührt scheint er jetzt doch zu sein und entlässt mich mit einem genuschelten „Also, na gut“.
2006 9 Okt
Eifersuchtsblog (15) – Silentio
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M ist auf dem Weg nach Berlin und C ist froh, das er aus dem Haus ist. Die vergangene Woche war grässlich anstrengend. C schweigt seit letzten Montag beleidigt, richtet nur noch wegen beruflichen Dingen das Wort an M, der dies mit ebenfalls grimmigem Verstummen quittiert. C ist wieder eifersüchtig. Denn M trifft E, der sich "zufällig" gerade in Paris aufhält, in Berlin. Sie werden die Woche dort gemeinsam verbringen.
Ich bin beliebt. Bei den Spammern. Weil ich nicht daran gedacht habe, meine E-Mail-Adresse im Impressum meines Blogs für die Spam-Roboter unleserlich zu machen. Ich Dummerchen. Inzwischen bekomme ich täglich um die 150 Mails. Mein Thunderbird-Mailprogramm erkennt die auch alle als Müll, markiert sie mit dem roten Stopp-Signal und wirft sie ganz brav in den Junk-Ordner, wo sie eine Weile vor sich hingammeln dürfen, bevor sie automatisch entsorgt werden. Bin ich froh, das ich eine DSL-Leitung habe. Es nervt totzdem. Wer auch bisher so sorglos war wie ich: Hier kann man seine Adresse verschlüsseln.
… das man wirklich nicht gut drauf ist: Wenn man bis nachts um halb eins auf den grünen Fortschritts- balken der Datensicherung starrt, bereits eine Tafel Kinderschokolade (100 Gramm = 600 Kalorien) verputzt hat und anschließend noch die komplette Tüte Gummibärchen (200 Gramm = 660 Kalorien) auffuttert, die man eigentlich für den Freund mitgebracht hat.
2006 3 Okt
Eifersuchtsblog (14) – Das Finale
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Irgendwie war es ja keine riesige Überraschung. Immerhin sprach M so offen wie schon länger nicht mehr. M möchte mit C wie bislang Kreativität und Arbeitsleben teilen, E aber möchte er mehr noch als bisher sein Herz und sein Privatleben schenken. C fühlt sich in jeglicher Hinsicht als Looser. Lustiger weise behauptet M allen Ernstes, C hätte ja nichts verloren. Letzte Woche hatte C ein wichtiges Gespräch mit einem guten Freund. G kennt sich mit Psychologie aus, und macht derzeit auch seine eigene Psychotherapie. Ganz treffend hat er C als den eher depressiven Typus analysiert, der passiv, abwartend und mit Rückzug auf solche Situationen reagiert. Andere hätten M schon lange einen Tritt in den Hintern versetzt. C muss sich jetzt allein in selbigen treten, damit er nicht in einem düsteren Stimmungssumpf versinkt. Für „Kreativ-Arbeits-Lebenspartnerschaft“ gibt es keine entsprechende Auswahl im Gayromeo-Profil. Deshalb hat er entsprechend seiner momentan gefühlten Beziehungslage den Partnerstatus auf „Single“ gesetzt…

