US-Präsident George W. Bush ist tot. Er wurde vor dem Sheraton Hotel in Boston am 19. Oktober 2007 durch einen unbekannten Gewehrschützen ermordet. Diese Fiktion, inszeniert als Dokumentation, die im Jahr 2008 Rückschau hält, erregt in den USA derzeit die Gemüter. Erzählt wird in "Death of a President" die Geschichte von Bushs Besuch in Boston, den gewalttätigen Demonstranten auf der Straße, dem Attentat und der anschließenden Aufklärung durch die Behörden, sowie der Justiz, die zwischenzeitlich den falschen Mann zum Tode verurteilt. Und das so realistisch und packend, das ich nach dem Anschauen versucht war, zur Sicherheit doch nochmal auf den Nachrichtenseiten im Web zu kontrollieren, ob es Bush gut geht. TV-Sender und Kinos in den USA weigern sich, den Film zu zeigen, die Kommentatoren in den Medien beklagen die ungeheure Respektlosigkeit, den Tod eines amtierenden Präsidenten zu inszenieren. Der Film zeigt auf jeden Fall, wie gut sich heute echtes Filmmaterial mit einer Fiktion so vermischen lässt, das es sich echt anfühlt.
