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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: Samstag, 30. Dezember 2006

2006 30 Dez

Mon Chérie

Abgelegt unter: Köln,Schwul,Thailand | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

kirsche.jpgEin klitzekleines bisschen hat er sich selbst eingeladen. Tagelang ging es bei gayromeo hin und her. Nach Düsseldorf wolle er über Silvester. Vielleicht auch nach Köln. Oder aber beides. Und ob ich ihn nicht in Liège abholen möge. Das läge genau in der Mitte zwischen Lille, wo er studiert, und Köln. Ich wiegele ab. Treffen wäre ja generell schön, aber eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit für ihn. Schließlich habe ich bereits einen Freund enttäuscht, dem ich eine länger geplante Verabredung abgesagt habe. Außerdem weiß ich gar nicht, ob ich jemanden, den ich nur aus dem Chat kenne, ein paar Tage bei mir in der kleinen Wohnung haben will. Und nach Belgien fahre ich nun schon gar nicht, er suche ja schließlich eine Bleibe, nicht ich. Zudem – so denke ich bei mir – ist er erst 21. Da ist es mit der gemeinsamen Themenfindung immer etwas schwierig.

Am Freitag steht K. am Bahnhof in Köln, wo ich ihn abhole. Er ist zunächst unglaublich schüchtern, der Smalltalk kommt etwas schleppend in Gang. Doch langsam taut er auf, erst recht, nachdem wir die Phoenix-Sauna zum gemeinsamen Schwitzen geentert haben. Zwischendurch geht er ausgiebig auf Männerfang. In Lille scheint nicht so viel los zu sein. Meine eigene Befangenheit wegen des großen Altersunterschiedes stört ihn überhaupt nicht. Er lebt zwar bereits seit zwei Jahren in Frankreich, aber er ist durch und durch Thai. Da spielen diese westlichen Befindlichkeiten keine so große Rolle. Am Samstag bekomme ich von ihm einen längst überfälligen Haarschnitt verpasst. Ich bin jetzt sein „Mon Cherie“, und wie er das sagt, auf französisch mit thailändischem Akzent, klingt das unglaublich niedlich. An Sightseeing ist er nicht so interessiert. Denn es ist kalt und regnerisch. Lieber verbringt er den Tag über vor seinem Computer, während ich mein Tagesgeschäft erledige. Und seine Pläne für den Abend sind auch nicht so anspruchsvoll. „What you wanna do tonight?“ „Fuck!“ „Ok …“

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