Wie kommen eigentlich Profifußballer nach Hause? Mit Germanwings. Kurz vor dem Boarding stehen Guru und ich vor dem Terminal in Berlin-Schönefeld. Ein Reisebus fährt vor: „Bayer Leverkusen“ steht in großen Lettern darauf. Junge Typen in Einheits-Anzügen klettern heraus, unter ihnen ein älterer Mann mit unverwechselbarer Frisur: dauergewellte halblange weiß-graue Haare. „Bravo!“ rufen mehre Männer mit bunten Schals neben uns und beklatschen die Jungs mit ihren Taschen von Adidas. Guru freut sich, schließlich ist er begeisterter Fußballfan. Das Auftauchen der Mannschaft, die mit einem 3:2-Sieg gegen Hertha nach Hause fliegt, sorgt insgesamt für ordentliche Unruhe in der Abflughalle. Schnell wird beim Sicherheitscheck noch ein Schalter aufgemacht. Wartende Fluggäste zücken ihre Fotoapparate, lassen sich gemeinsam mit ihren Stars ablichten. Rudi Völler wird von allen Seiten geknipst. Routiniert werden Autogramme verteilt, sobald jemand mit Zettel und Stift anrückt. Ich unterhalte mich mit einer jungen Frau, die neben mir sitzt und genauso wenig Ahnung von Fußball hat wie ich. Ich erzähle ihr die Anekdote, wie ich mich einmal in einem Bewerbungsgespräch völlig blamiert hatte, weil ich nicht wusste, von wem der Spruch „Schaun wer mal!“ stammt. Nach der Landung in Köln werden beim Aussteigen Werbegeschenke verteilt. Rosa Wasserbälle von der Telekom. Ob sich die Leverkusener darüber auch freuen?
