Ich bin gerade mal eben in der Castro Street in San Francisco. Ist wenig los auf den Straßen, aber ein sonniger Vormittag. Etwas frisch ist es, die Leute tragen alle dicke Jacken. Aber das stört mich nicht, ich spüre keine Kälte. Von der Marketstreet aus, wo an der Ecke die riesige Regenbogenfahne weht, laufe ich in Richtung Süden. Ah, das thailändische Restaurant, wo ich mit M. zu Mittag gegessen habe. Und etwas weiter „The Bar“. So simpel der Name des Ladens, so geil waren die beiden Nächte mit den netten Leuten, die wir dort verbracht haben. Jetzt ist die Bar verrammelt. Ein Lieferwagen mit „Bud Light“-Logo steht davor, es wird wohl gerade Nachschub gebracht. Rüber auf die andere Straßenseite zum schwul-lesbischen Buchladen „A different Light“. Ich gehe nicht rein, das geht leider nicht, ich schaue mir nur die Auslagen im Fenster an.
Google Maps hat eine neue Funktion, die „Street View“, die die übliche Sicht von oben durch den "Mittendrin-Blick" ergänzt. Das ist ein bisschen gespenstisch. Denn ich kann fast durch ganz San Francisco wandern, das lückenlos mit Fotos erfasst wurde, und mir jede Ecke ansehen. Ich habe eine 360-Grad-Rundumsicht, und kann so nah an die Fotos heranzoomen, das ich die Gesichter der Leute auf den Straßen erkenne und Details in den Schaufenstern sehe. So scharf sind die Bilder. Neben SF sind noch Las Vegas, New York, Miami und Denver virtuell begehbar.
Archiv: Samstag, 2. Juni 2007
2007 2 Jun
Kurztrip zur Castro Street
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