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I guess I just don’t recognize you with your clothes on (madonna – celebration)

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Archiv: Juli 2007

2007 29 Jul

Boyfriending Nick

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boyf200.jpgVon wegen, über das Internet kann man seine Liebe nicht finden! Chris aus New York nutzt das Web, um ein Date mit Nick aus Chicago zu bekommen. Mit Erfolg. Eine wahre Liebesgeschichte, die man auf YouTube verfolgen kann.
Der 28-jährige Chris ist alles andere als introvertiert. Er hat ein Videoblog auf YouTube, in dem er über seine Versuche berichtet, ein Popstar in New York zu werden. Naja, nicht wirklich, eigentlich hat er nur irgendwo in einem Hotel einen Job an einer Rezeption. Mit seiner irisch-mexikanischen Herkunft und seinen unglaublich blauen Kontaktlinsen in den Augen fällt er auf jeden Fall schon mal auf. Und er hat schauspielerisches Talent. Auch privat hat er ein Ziel. Er möchte, dass Nick aus Chicago sein Boyfriend wird.
Dazu nutzt Chris YouTube. Er schickt Liebesgrüße. Zwischendurch mal irgendwo auf einer festlichen Veranstaltung aufgenommen. Oder live bei sich daheim, in gesungener Form. Er bittet und bettelt auf äußerst charmante Art. Das ist so süß und romantisch, dass es auch den vielen YouTube-Zuschauern das Herz erweicht.
Und das Tolle ist: Seine Online-Offensive hat Erfolg. Nick, der ebenfalls Videoblogger ist, hat ebenfalls eine Botschaft an Chris geschickt, in der er ankündigt, Anfang August für ein paar Tage nach New York kommen zu wollen. Am 30. Juli wird er in den Flieger steigen. Jeder, der die Liebesschwüre gesehen hat, hofft inständig, dass es etwas wird zwischen den beiden.

Das Videoblog von Chris

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2007 13 Jul

Neulich beim CSD-Empfang …

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Das Schwule Netzwerk NRW und die AIDS-Hilfe NRW luden am vergangenen Samstag beim Cologne Pride zum gemeinsamen Empfang in den Kölner Gürzenich. Ich wurde mehrmals fotografiert. Die Ergebnisse gehören eher in die Kategorie “unvorteilhaft Posing” …

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Manche Homosexuelle machen mir Angst …

 

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Georg Uecker hört nicht auf, Blödsinn zu reden …

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mensa.jpgKeine fünf Minuten von meiner Wohnung entfernt werden die Maschinenbauer von morgen ausgebildet. Das IWZ, die Fachhochschule für die Ingenieurswissenschaften residiert in einem Gebäude aus den Siebzigern mit der typischen Architektur (viel sichtbarer Waschbeton, gelb-braune Außenfassaden). Wenn ich in die Innenstadt fahre, laufe ich immer durch das Gebäude, es ist der kürzeste Weg zur Haltestelle. Eigentlich wollte ich die Mensa, deren Dünste mir regelmäßig in der Halle entgegenschlagen, schon längst mal ausprobiert haben. Doch erst gemeinsam mit D. und M. enterten wir gestern die Studentenfutter-Ausgabe. Die Studierenden bekommen ihre Mahlzeit (einmal vegetarisch, zweimal mit Fleisch, einmal asiatisches aus dem Wok zur Auswahl) ab 1,65 €, Gäste zahlen zwischen 3,20 und 4,50. Das Küchenpersonal ist freundlich, erklärt uns das Prozedere mit den Essensbons, die wir vorab kaufen müssen. Der Herr am Wok ist mir allerdings eine Spur zu offen: „Eine große oder eine kleine Portion?“ Öh, nicht so viel. „Na, sie sehen doch so stabil aus, sie können doch sicher ordentlich was vertragen“, behauptet er und haut mir Reis, Fleisch und Gemüse auf den Teller, dass er fast überläuft.

Ich muss dringend abnehmen, das steht fest. Und am besten betrete ich die Mensa erst wieder, wenn ich sechs Kilo runter habe…

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hoell5.jpgWas tut die Menschheit nicht alles, um irgendetwas der Nachwelt zu hinterlassen: Höhlen vollmalen, große Kirchen bauen oder Kinder zeugen sind übliche Tätigkeiten in diesem Sinne. Schwule haben mit dem Kinder zeugen so ihre Schwierigkeiten. Sie werden deshalb lieber Superstars. Oder sie schreiben Bücher. Blöd nur, dass all diese Ersatz-Tätigkeiten eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Der Superstar ist wahrscheinlich in einem Jahr wieder in der Versenkung verschwunden, und all unsere bisherigen Veröffentlichungen interessieren in Bälde ebenfalls kein Schwein mehr.

Die Chancen, zumindest den künftigen Historikergenerationen erhalten zu bleiben, steigen allerdings mit einem Eintrag in den Plenarprotokollen des Deutschen Bundestages. So geschehen am 21. Juni 2007. Der 16. Deutsche Bundestag beriet am Vormittag in seiner 105. Sitzung in einem Rutsch drei unterschiedliche Anträge der Oppositionsparteien FDP, Bündnis 90 / Die Grünen sowie der Fraktion der LINKEN zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Barbara Höll (DIE LINKE) sprach: „Fremdgehen macht glücklich!“ – so der Titel eines Buches, das Micha Schulze und Christian Scheuß zusammengestellt haben. In diesem Buch fand ich die Lebens- und Liebesgeschichte von Fritz und Josef.“ Die Story von Fritz und Josef nutzte sie, um ganz plastisch darzustellen, dass zum Beispiel im Erbschaftssteuerrecht noch immer Ungleichbehandlungen zwischen verheirateten Heteros und verpartnerten Schwulen oder Lesben bestehen. Die Anträge wurden wie erwartet, in die zuständigen Ausschüsse verwiesen. Das davon irgendetwas beschlossen wird, ist unwahrscheinlich. Dafür endete Barbara Hölls Redebeitrag dann aber ganz poetisch mit einem Gedicht von Erich Fried: „Es ist, was es ist, sagt die Liebe.“

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